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Neuer Lifestyle: Mit dem Bike ins Büro

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Was in den Niederlanden und Dänemark ganz selbstverständlich ist, wird auch bei uns mittlerweile zum neuen Lifestyle: Immer mehr Menschen satteln um und fahren mit dem Fahrrad oder E-Bike ins Büro. Dass ein Banker mit Pedalantrieb zur Arbeit rollt, mag in London ungewöhnlich sein, in Deutschland ist es schon fast normal. Das war nicht immer so. Das Image des Fahrrads hat sich seit Ende der 1970-er Jahre total verändert – positiv. Mit dem aufkommenden Umweltbewusstsein verlor der Drahtesel sein Arme-Leute-Image. In den 1990er Jahren kam der Gesundheitsaspekt hinzu: Wer tagsüber neun Kilometer radelt, muss abends nicht ins Fitness-Studio. Nicht nur in der Freizeit gewinnt Radfahren an Popularität. Angesichts oft überfüllter Busse und Bahnen, ständig verstopfter Straßen und stetig steigender Benzinkosten und Parkgebühren liegt ein Mobilitätswechsel nah. Entsprechend entdecken immer mehr Menschen das Fahrrad und E-Bike als kostengünstige, effiziente und zudem noch gesunde Alternative für den Arbeitsweg. Gewiss, nicht an allen Tagen und bei jedem Wetter, aber immer öfter.

 Topfit und hellwach im Büro

Bewegung und frische Luft sorgen für gute Laune und bringen das Gehirn in Schwung. Dänische Studien mit 20.000 Kindern haben gezeigt, dass diese deutlich konzentrierter und besser lernen, wenn sie morgens mit dem Fahrrad in die Schule kommen. Den gleichen Zusammenhang sehen die Forscher auch bei Erwachsenen: Die morgendliche Bewegung fördert die Durchblutung des Gehirns und sorgt so dafür, dass Wissen besser gespeichert und verknüpft werden kann. Kein Wunder, dass immer mehr Mitarbeiter für einen guten Start in den Tag das Fahrrad der Extraportion Kaffee im Büro vorziehen.

Neuer Lebensstil wird vielfach gefördert

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Radfahren wird heute immer mehr zum Ausdruck eines Lebensstils, der von Gesundheitsbewusstsein und -vorsorge, einem Sinn für Nachhaltigkeit und einem pragmatischen Verhältnis zum Auto geprägt ist. Zitate wie diese belegen den Trend: „Die Zeiten, in denen Radfahrer im Unternehmen belächelt wurden, sind längst vorbei“, „Körperliche und geistige Fitness werden heutzutage eingefordert und vom Management vorgelebt und aktiv unterstützt. Die Themen Infrastruktur, Motivation oder aktuell das steuervergünstigte Dienstrad bieten hier viele Ansatzpunkte.“

Unternehmen können Signale setzen

Probleme mit dem Parkplatz haben Velos im Gegensatz zu Autos nie, wohl aber mit sicheren Abstellmöglichkeiten. Idealerweise wird das Edel-Bike nur im eigenen Fahrradkeller und dem überwachten Parkplatz der Firma abgestellt. Doch die Realität sieht oft anders aus. Über 300.000 Räder wurden 2010 in Deutschland gestohlen. Die Versicherungswirtschaft schätzt den jährlichen Schaden auf 100 Millionen Euro. Die Dunkelziffer dürfte aber noch weitaus höher liegen. Aufgeklärt wird nur jeder zehnte Diebstahl. Das Hauptproblem: Viele Räder werden völlig ungesichert abgestellt, die Täter haben leichtes Spiel. Sichere, saubere und vor allem überdachte Abstellanlagen sind eine wichtige Maßnahme, um mehr Mitarbeiter aufs Rad zu bringen. Gute Abstellmöglichkeiten sind aber noch nicht alles. Viele Unternehmen in den Fahrradnationen bieten Schränke oder Spinde zur Aufbewahrung von Wechselkleidung sowie Trocknungs- und Umkleidemöglichkeiten. Beliebt sind auch Duschen für Mitarbeiter und Chefs, die den Weg zur Arbeit gern auch mal mit ihrem Workout auf Joggingschuhen oder eben dem Rennrad oder Mountainbike verbinden.

Motivationen und Tipps für den Umstieg

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Gerade für den Weg zur Arbeit gilt: Die direkte ist nicht immer die schnellste und schönste Strecke. Ein Expertentip: „Suchen Sie sich in Ihrer Freizeit und in Ruhe eine passende Route. Vermeiden Sie stark frequentierte Straßen mit vielen Ampelkreuzungen oder anderen den Fahrfluss störenden Faktoren. So bleiben Sie länger im Tritt und die Dauer Ihres Arbeitswegs wird weniger stark variieren“. Auch die Verwendung funktioneller Bekleidung erleichtert den Umstieg aufs Rad. Sie schützt nämlich nicht nur vor Wind und Wetter, sondern ist atmungsaktiv und hält so auch von innen trocken. Wetterfeste atmungsaktive Kleidung mit reflektierenden Elementen, Regenhosen, Überschuhe etc. garantieren eine angenehme Fahrt, und das zunehmend auch in der Optik schicker Büro- und Alltagskleidung. Wer dann noch den Pilotenkoffer gegen eine Radtasche fürs Notebook tauscht, die sich mit einem Klick am Gepäckträger befestigen lässt, der findet kaum noch Argumente gegen das Radfahren.

Tipps für Ihr Fahrrad-Fitness-Programm in Kürze:

  • Optimal sind zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche mit jeweils 60 Minuten Dauer.
  • Je nach Kondition und Übung lässt sich eine Tour noch effektiver gestalten. Steigern Sie beispielsweise ein wenig das Tempo oder strampeln Sie einmal eine kleine Steigung hinauf.
  • Behalten Sie stets Ihre Pulsfrequenz mit einem Pulsmesser im Blick. Generell gilt: 180 Schläge in der Minute minus Lebensalter.
  • Sollten auf längeren Touren Schmerzen im Nacken und in den Handgelenken auftreten, so überprüfen Sie die Sitzhöhe des Sattels und die Lenkerstellung. Als Faustregel gilt: Die Sattelhöhe ist richtig eingestellt, wenn Ihre Ferse bei gestrecktem Bein noch das untenstehende Pedal berührt. So ist es nicht nur bequemer, sondern auch gesünder. Die Lenkergriffe sollten etwa 20 cm höher sein als die Satteloberkante. Der Rücken sollte beim Fahren leicht nach vorne geneigt sein (ca. 20 Grad), der Schwerpunkt liegt über der Pedalposition.

 

( Quelle: http://www.pd-f.de )

 

Sepp Spiegl




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