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Neuer Bluttest erkennt Auslöser für Infektionen

Innerhalb von zwei Stunden liegen die Ergebnisse vor

Ein neuer Bluttest kann innerhalb von zwei Stunden herausfinden, ob eine Infektion von Bakterien oder Viren hervorgerufen wird. Israelische Wissenschaftler7922_bluttest_main haben den Test in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen MeMed entwickelt. Mit diesem Test könnte laut den Forschern verhindert werden, dass Patienten Antibiotika erhalten, obwohl es nicht notwendig ist. Laut BBC arbeitet das Team bereits an einem tragbaren Gerät, das den Test, der sich noch im Versuchsstadium befindet, durchführen kann.

Derzeit können Routinetests zur Identifizierung eines Krankheitserregers mehrere Tage in Anspruch nehmen. Häufig sind sogar die Entnahme von Proben und eine Kultivierung der Erreger im Labor erforderlich. Das Testen von Partikeln im Blut kann ebenfalls Hinweise liefern. Bei einigen ist jedoch die Anzahl bei Infektionen, die durch Viren oder Bakterien verursacht sind, sowie bei Krebs und Traumata erhöht. In der Folge werden fallweise Antibiotika, die aber nur bei Bakterien wirksam sind, zu häufig eingesetzt.

Test liefert sehr genaue Ergebnisse

BlutabnahmeDie Analyse von Blutproben von mehr als 300 Patienten mit dem neuen Test ergab, dass beim Großteil richtig erkannt wurde, ob es sich um ein Infektion durch Bakterien oder einen Virus handelte. Bei allen Teilnehmern wurde angenommen, dass sie unter einer Infektion litten. Eran Eden von MeMed betonte laut BBC, dass der Test genau sei: „Bei den meisten Patienten steht das Ergebnis innerhalb von zwei Stunden fest. Der Test ist nicht perfekt und kann die Diagnose eines Arztes nicht ersetzen. Er ist jedoch besser als die meisten Routinetests, die heute eingesetzt werden.“

Die Funktion des Tests beruht darauf, dass Bakterien und Viren nach der Infektion im Körper bei Proteinen verschiedene Signalwege auslösen können. Das Protein TRAIL war bei Virusinfektionen besonders aktiv und bei Bakterieninfektionen kaum. Die Wissenschaftler kombinierten es mit zwei weiteren Proteinen. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin Plos One http://journals.plos.org/plosone veröffentlicht.

Sepp Spiegl (Quelle: www.pressetext.de)





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