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Lust auf Tee

„Ein Bad erfrischt den Körper,

eine Tasse Tee den Geist“

Japanisches Sprichwort

Gut für das Immun-System

Um diesen “Gipfel” (Kandis) herum legt der ostfriesische Teekenner mit dem “Rohm- Lepel” (Sahnelöffel) behutsam eine dicke Sahnewolke, die sich langsam vom Kluntje zum Tassenrand ausbreitet und versinkt.

Weltmeister im Teetrinken sind nach wie vor die Ostfriesen: 290 Liter pro Kopf im Jahr. Traditionell gelingen ihnen regelmäßig entspannende Auszeiten mit dem koffeinhaltigen Blättertrunk. Sie lassen schwarzen Tee über Kandis-Kluntjes in die Tasse fließen. Mit geheimnisvollem Knistern bekommt das goldbraune und anregende Getränk aus Assamtees die feine Süße. Die Krone ist das Wulkje, ein auf den Tee gelegtes Sahne-Wölkchen. Wer umrührt, verliert – mit einem Augenzwinkern – die Achtung des Ostfriesen.

Dagegen ist in der alten japanischen Teezeremonie das Umrühren von grünem Teepulver angesagt. Zum pfleglichen Umgang mit Gastlichkeit und Zelebrieren des köstlichen Getränks gehört in Asien ein tiefes Bewusstsein von vielen gesundheitlichen Vorteilen des grünen Tees. Dem seit 5000 Jahren in China bekannten Getränk wird sogar eine hemmende Wirkung bei der Entstehung von Krebsarten nachgesagt. Zähne macht der grüne Tee wegen der hohen Fluorid-Anteile hart und widerstandsfähig. Karies hemmen die im Tee enthaltenen Polyphenole. Diese Antioxidantien wirken, ähnlich wie beim Apfel, auch entzündungshemmend in den Bereichen Brustdrüse, Lunge, Haut, Darm und Prostata. Wegen des positiven Einflusses auf das Blutkreislaufsystem wirkt grüner Tee lebensverlängernd. Durch Studien ist belegt, dass er das Immunsystem stärkt und freie Radikale abfängt.

Grüner Tee gegen das Altern

Teetrinker um 1900

Der Bruder des stärker gerbstoffhaltigen grünen Tees ist der fermentierte schwarze Tee. Ihm schreiben Experten eine besonders beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt zu. Wenn er bei leichten Duchfallerkrankungen stopfend wirkend soll, muss der Teeansatz zehn Minuten ziehen, und es sollten über den Tag verteilt bis zu fünf Tassen getrunken werden. Stresskiller kann dieser Tee aber auch sein – durch das Senken des Blutdrucks und des Stresshormons Cortisol.

Insgesamt ähneln die positiven Wirkungen denen des grünen Tees. Wobei Fachleute sogar davon ausgehen, dass der schwarze Tee noch stärker das Zellwachstum in Tumoren hemmt. Auf die Zugabe von Milch sollte verzichten, so Tee-Experten, wer den gesundheitsfördernden Aspekt nutzen will. Und der ist erheblich. Eine niederländische Langzeit-Studie belegt, dass regelmäßiger Genuss von schwarzem Tee Herz- und Schlaganfälle reduziert. Eine saudi-arabische Studie stellt eine Verringerung um bis zu 50 Prozent fest. Auf keinen Fall aber dürfen die wohltuenden oder gesundheitsfördernden Wirkungen des Tees davon abhalten, bei Erkrankungen einen Arzt zu konsultieren.

Lernen von der japanischen Tee-Zeremonie

Die Teezeremonie, Chanoyu oder Chado, Weg des Tees, hat ihre Wurzeln im Zen-Buddhismus.

Die Zubereitung des pulverisierten grünen Tees ist genau festgeschrieben. Einfachheit steht über dem Geschehen. Damit verbindet sich dieses Gemeinschaftserlebnis mit den Werten des Zen. Vier Prinzipien liegen dem Ablauf zugrunde: Harmonie, Hochachtung, Dankbarkeit und Stille. Die erste Teezeremonie ist für das Jahr 805 in Kyoto belegt. Den buddhistischen Abt Shogu betrachten die Japaner als Vater dieser Zeremonie. Abt Eisai erhebt das Trinken von Tee zu einer religiösen Handlung. Das Schlagen des Gongs und das Brennen von Weihrauch unterstreichen das. Um 1400 wird das Teetrinken eine Mode für die japanische Oberschicht bis in das Bürgertum hinein. Die Grundlagen der Zeremonie sind bis heute in Japan gleich geblieben. Nach wie vor ist sie Meditation, Philosophie, Ritual und Genuss.

Dieter Buchholtz

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Wenn Sie mehr über Tee wissen wollen:

Moderne Wunder: Tee – Teil 1

Moderne Wunder: Tee – Teil 2

Moderne Wunder: Tee – Teil 3

 

Hier lesen zur Diskussion um die mögliche Belastung von Tee durch Pyrrolizidinalkaloide (PA)




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