- Anzeige -

Keuchhusten bei Erwachsenen – nicht bloß eine Kinderkrankheit

Check-up 35 mit Auffrischungs-Impfung gegen Keuchhusten

Keuchhusten- Keine Kinderkrankheit

In den letzten 18 Jahren ist das Durchschnittsalter aller an Keuchhusten Erkrankten von 15 Jahren auf 42 Jahre gestiegen. Die STIKO empfiehlt deshalb eine Auffrischungs-Impfung. Copyright: WEDOpress

Keuchhusten ist weit davon entfernt, als Kinderkrankheit zu gelten. In Deutschland ist das Durchschnittsalter aller an Keuchhusten Erkrankten innerhalb von 18 Jahren von 15 auf 42 Jahre angestiegen. Der Grund für diese Entwicklung ist fehlender oder lückenhafter Impfschutz.

Pro Jahr erkranken rund 17 Millionen Menschen weltweit an Keuchhusten, 280.000 von ihnen sterben daran. Meist bricht die Infektionskrankheit in den Entwicklungsländern aus. Doch jetzt schlagen Experten vom Berliner Robert-Koch-Institut Alarm: Auch bei uns erkranken immer mehr Menschen an Pertussis, so der medizinische Ausdruck für Keuchhusten. Vor allem Erwachsene sind betroffen. Kleinkinder werden dreimal gegen Keuchhusten geimpft. Doch das schützt nur fünf bis zehn Jahre gegen den quälenden, oft monatelangen Würgehusten.

Der Keuchhusten wird meist mit lang anhaltendem, häufig schwerem, anfallartigem Husten in Verbindung gebracht – wie er im Kindesalter auftritt. Bei Erwachsenen fehlen diese typischen Symptome oft. Die Diagnose lautet dann eher Bronchitis oder hartnäckiger Erkältungshusten. Es gibt aber neben dem Husten weitere Anzeichen, die auf eine Keuchhustenerkrankung hinweisen können, zum Beispiel Gewichtsverlust, Atempausen, Erbrechen bis hin zu Schlafstörungen oder gar Rippenbrüchen.
Erwachsene gelten als häufigste Ansteckungsquelle für noch ungeimpfte Babys und Kleinkinder, bei denen eine Infektion zu lebensbedrohlichem Atemstillstand führen kann. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt daher allen Erwachsenen die einmalige Auffrischungs-Impfung mit einem Dreifach-Impfstoff, der auch gegen Tetanus und Diphtherie schützt. Am besten nutzen Erwachsene den nächsten Arzttermin um ihre Impfungen auf den neuesten Stand zu bringen. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten zudem allen Erwachsenen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Gesundheitsuntersuchung, den „Check-up 35“. Auch hier lässt sich eine Keuchhusten-Auffrischung einplanen. Impfausweis nicht vergessen!

Sepp Spiegl ( Quelle: www.pressetext.de)




--- ANZEIGE ---

Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden