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Kampf gegen Triggerpunkte

Schmerz ade bei punktuellen Verhärtungen der Muskulatur

Triggerpunkte

Mit sogenannten Triggerpoint-Massagegeräten kann schmerzhaften Verhärtungen der Skelettmuskulatur der Kampf angesagt werden. ©pro-athletik.de

Mit sogenannten Triggerpoint- Massagegeräten kann schmerzhaften Verhärtungen der Skelettmuskulatur der Kampf angesagt werden. Das Schöne daran: Die Geräte können auch ohne fremde Hilfe angewendet werden. Im Notfall kann man sich also auch selbst von lästigen Muskelschmerzen befreien.

Der Begriff „Triggerpoints“ (englisch: trigger = Auslöser) stammt aus der Medizin und bezeichnet punktuell schmerzhafte Muskelverhärtungen. Diese entstehen zum Beispiel durch Überlastung oder Schonhaltungen und einem daraus resultierenden Sauerstoffmangel.

Bei einer Triggerpunkttherapie werden myofasziale Triggerpunkte beseitigt. Das sind lokal begrenzte Verhär-tungen in der Skelettmuskulatur, die druckempfindlich sind und Schmerzen verursachen. Die Behandlung richtet sich neben der Prophylaxe dauerhaft verkürzter oder falsch beanspruchter Muskeln auf die Entspannung permanent kontrahierter Muskelfasern.

Therapeuten behandeln die betroffenen Stellen mit gezieltem Druck – eine Technik, die mit den „Triggerpoint“-Geräten imitiert wird. Das Besondere an den Bällen und Rollen ist das patentierte Material, das nach einigen Sekunden weicher wird und sich dem Körper anpasst. Damit kann das Gefühl einer Berührung vermittelt werden.

Lediglich mit dem eigenen Körpergewicht können auch schwer zu erreichende Muskelgruppen massiert werden. Man benötigt dafür aber nicht unbedingt spezielle Bälle oder Rollen. Zur Not tut es auch ein Tennisball.

Entstehung von Triggerpunkten

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Massage und Core – Training in einem Produkt! ©www.lexquinta.de

Wissenschaftlich ist die Entstehung von Triggerpunkten noch nicht ganz genau geklärt. Durch die molekularbiologische und biochemische Forschung der letzten Jahre gibt es allerdings erste Ansätze, die zeigen, was in Triggerpunkten eigentlich passiert.

Durch Überbelastung oder eine Schonhaltung bei Schmerzen wird die Muskulatur mangelhaft mit Sauerstoff versorgt, was zu einem Minderangebot des Energielieferanten Adenosintriphosphat (ATP) führt. Hauptaufgabe des ATP ist es, Energie zwischenzuspeichern und im Bedarfsfall wieder abzugeben. Es funktioniert also ähnlich wie ein Akku.

Ein Mangel an ATP hat zur Folge, dass der Muskel sich an dieser unterversorgten Stelle dauerhaft zusammenzieht. Ist eine solche Verspannung erst einmal vorhanden, kann der Muskel erst recht nicht mehr versorgt werden und das Zentrum des Schmerzgeschehens, der inzwischen entstandene Triggerpunkt, unterhält sich sozusagen selbst. Die punktuellen Verhärtungen sind für Therapeuten tastbar.

Funktionsstörung der Endplatte

Muskuläre Triggerpunkte sind wohl die am häufigsten verkannten und daher meist unbehandelten Ursachen von Schmerzen am Bewegungsapparat. Gesunde Muskulatur spannt sich an und entspannt sich wieder.
Triggerpunkte sind „verkrampfte“ Zonen der Muskulatur, vergleichbar einem kleinen Dauerkrampf. Die Stellen sind oft nicht größer als eine Erbse.

Trigger

Punktuelle Behandlung von Trigger Points

Als Ursache für die Entstehung von Triggerpunkten wird eine Funktionsstörung der Endplatte angenommen, die durch Traumata in Form von einer Überlastung oder Zerrung des Muskelgewebes entsteht. Das muskuläre Trauma bewirkt eine Funktionsstörung der neuromuskulären Endplatte, wodurch es zu einer verstärkten Ausschüttung von biochemischen Stoffen kommt. Der Kontraktionsknoten bleibt auf den Bereich um die Endplatte beschränkt.

Die Kapillaren der Umgebung des Kontraktionsknotens werden komprimiert. Das löst eine lokale Ischämie (mangelnde Durchblutung) aus, die mit einem erhöhten Energiebedarf einhergeht. Es entsteht eine lokale Energiekrise, die Substanzen freisetzt, die Nozizeptoren (Rezeptoren, die auf eine drohende oder eingetretene Verletzung des Körpergewebes reagieren) sensibilisieren und so einen Druckschmerz verursachen.

Die Schmerzen treten nicht nur lokal auf, sondern können in andere Körperregionen ausstrahlen. Zentrale Triggerpunkte können über starken und lang anhaltenden Druck beseitigt werden. Der Wirkungsmechanismus dieser lokalen Kompression besteht wahrscheinlich in der Aktivierung von Substanzen, die durch den hohen Druck in die Umgebung des Triggerpunktes gepresst werden und dort die Nozizeptoren günstig beeinflussen.

Rita Hoogestraat

Info

Therapie
Die Behandlung von Triggerpunkten sollte von speziell geschulten Fachleuten, wie Ärzten, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten oder Masseuren durchgeführt werden. Ein solcher Trigger-Therapeut ist darin geschult, mit einem Befund (bestehend aus Anamnese, Inspektion und Dehntests) die entsprechenden Triggerpunkte einzugrenzen und im Rahmen der anschließenden Behandlung systematisch und effektiv zu reduzieren. Der therapeutische Effekt ist sofort spürbar. Innerhalb der Behandlung werden die Schmerzbilder des Patienten reproduziert, dies lässt somit einen empirischen Beweis der Zugehörigkeiten zwischen Schmerzbild und Muskel zu.

Wissenschaftliche Studienlage
Neuseeländische Forscher kamen in einer Übersichtsarbeit aus dem Jahre 2009 zur Feststellung, dass es kein standardisiertes Schema zur Erkennung der myofaszialen Triggerpunkte gäbe. Literaturdaten würden demnach widersprüchliche Daten zur Erkennung derartiger Punkte aufweisen. Dänische Forscher hatten bereits im Jahre 2008 auf eine ihrer Meinung nach geringe methodische Qualität der Literatur zu den myofaszialen Triggerpunkten hingewiesen. Zur Anwendung von Injektionen an den Triggerpunkten gibt es keinen aus der Literatur ableitbaren sicheren Wirksamkeitsnachweis.

Quelle: Wikipedia


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