- Anzeige -
Jogging-Point

Geldmaschine Fussball

Real Madrid hat in der vergangenen Saison nicht nur die Champions League gewonnen, sondern war auch der umsatzstärkste Fußballverein weltweit. Fast 550Fussballclubs Millionen Euro setzte der Club um. An Position zwei folgt Manchester United, das trotz sportlicher Talfahrt finanziell in der Königsklasse spielt. Auf Rang drei ist der deutsche Rekordmeister Bayern München anzutreffen. Mit Paris Saint German auf Position fünf, hinter dem FC Barcelona, reiht sich auch ein französischer Verein in die Top 10 ein, die auf den Folgeplätzen von englischen Teams bestimmt werden. Auf Rang 10 ist mit Juventus Turin der erste Verein aus Italien zu finden. 11. ist Borussia Dortmund, 14. der FC Schalke 04. Mit dem Hamburger SV auf Position 28. gelingt noch einem weiteren deutschen Verein der Sprung in die 30 umsatzstärksten Fußballvereine.

Bundesliga zum neunten Mal in Folge mit Rekordumsatz

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat den Bundesliga Report 2014 veröffentlicht, der Aufschluss über die Finanzen der Vereine in der 1. und 2. Bundesliga gibt.

In der Saison 2012/13 konnte die 1.Bundesliga ihren neunten Umsatzrekord in Folge erzielt. Mit 2,17 Milliarden Euro übertraf Sie das ohnehin schon überragende Vorjahr nochmal um 4,4 Prozent. 2003/2004 waren es gerade mal 1,09 Milliarden Euro gewesen. Gleichzeitig erzielte die 1. Bundesliga  mit 383,5 Millionen Euro den höchsten operativen Gewinn aller Zeiten. 17 der 18 Clubs schrieben zudem vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schwarze Zahlen.

1.Bundesliga-UmsatzAuch die 2. Bundesliga machte mit 419,4 Millionen Euro  den höchsten Umsatz ihrer Geschichte und konnte 2011/2012 nochmal um 9,1 Prozent steigern. 2009/2010 waren es lediglich 313 Millionen Euro. 15 der 18 Clubs schlossen mit positivem Ergebnis ab (EBITDA). Alle 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der 1. und 2.Bundesliga konnten außerdem auch zum neunten Mal in Folge den Umsatz steigern. 2013/2014 erlösten die Clubs zusammen 2,59 Milliarden Euro. Dabei zahlten die Vereine mit mehr als 850 Millionen Euro (Vorjahr: 800 Millionen Euro) so viele Steuern und Abgaben wie nie zuvor.

Weiter kleine Facts im Überblick:

  • Eigenkapital der 18 Bundesligavereine steigt um 8 Prozent auf 840 Millionen Euro.
  • Eigenkapitalquote der 18 Bundesligavereine steigt um 1,8 Prozent auf  46,1 Prozent.
  • Die 18 Bundesligavereine investierten 79,3 Millionen Euro in die Nachwuchsleistungszentren.
  • Die Quote Personalkosten/Spielbetrieb der 18 Bundesligavereine liegt bei 39 Prozent.
  • Insgesamt arbeiteten rund 45.000 Menschen in direkter Anstellung oder durch Beauftragung der 36 Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga.
  • Das Spielervermögen der 18 Vereine liegt bei 413, 77 Millionen Euro, und damit so hoch wie nie zuvor.
  • Insbesondere beim Merchsandising sind die Vereine Platz 1 – 6 deutlich stärker als der Rest (über 200 Prozent).

Ausgaben: Personalkostenquote sinkt, Steuerzahlungen bei 875 Millionen EuroEinnahme-1.Liga

36,8 Prozent der Erlöse gaben die 18 Bundesliga-Vereine im Durchschnitt für ihren Kader aus, vor vier Jahren waren es noch über 42 Prozent. Zum Vergleich: Nach dem UEFA Benchmarking Report sind es, bezogen auf alle europäischen Ligen, durchschnittlich 65 Prozent. Insgesamt 875 Millionen Euro an Steuern und Abgaben zahlte der Lizenzfußball in der vergangenen Saison. Das Steueraufkommen der letzten fünf Jahre lag damit bei fast vier Milliarden Euro. 48.830 Menschen arbeiteten in der Saison 2013/14 in direkter Anstellung oder durch Beauftragung der Lizenzclubs bei den Lizenzvereinen.

Zuschauerschnitt in der Bundesliga

Die Bundesliga bleibt die zuschauerstärkste Fußballliga der Welt: In der Saison 2013/14 kamen pro Spiel durchschnittlich 42.609 Zuschauer in die Stadien der Bundesliga-Clubs. Das ist der zweithöchste Besucherschnitt seit Bestehen der Bundesliga und entspricht einer Steigerung von 1,7 Prozent gegenüber der vorherigen Saison (im Schnitt 41.914 Besucher pro Partie). Insgesamt knapp 13,0 Millionen Zuschauer besuchten die 306 Meisterschaftsspiele (gegenüber 12,8 Millionen in der Saison 2012/2013). Die durchschnittliche Stadionauslastung blieb im Vergleich zur Vorsaison nahezu konstant bei rund 90 Prozent.

In der 2. Bundesliga ist das Interesse ebenfalls weiter gestiegen: 17.853 Zuschauer besuchten durchschnittlich die Spiele. Das sind rund 5,5 Prozent mehr als in der vergangenen Saison (im Schnitt 16.926). Insgesamt verfolgten 5,5 Millionen Zuschauer die 306 Partien der 2. Bundesliga in den Stadien (2012/13 im Schnitt 5,2 Millionen).

Zusammengefasst hat sich die Zuschauerzahl im Lizenzfußball in der Spielzeit 2013/14 auf 18,5 Millionen um knapp 500.000 Besucher erhöht (2012/13: rund 18 Millionen). Das entspricht einer Steigerung von knapp 2,8 Prozent.

Sepp Spiegl


Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden