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Die Heilkraft der Natur

Pflanzliche Alternativen zu Medikamenten

Heilpflanzen sind ein wichtiger Bestandteil der Medizin ©flickr

Schon seit Jahrtausenden wissen die Menschen um die Heilwirkung bestimmter Pflanzen oder Inhaltsstoffe aus der Natur. Auch heute noch sind Heilpflanzen ein wichtiger Bestandteil der Medizin. Nicht nur Homöopathen vertrauen auf die gesundheitsfördernde Wirkung traditioneller Heilpflanzen, sondern auch immer mehr Schulmediziner. Denn selbst unscheinbare Pflanzen wie Löwenzahn und Basilikum enthalten Wirkstoffe, die die Selbstheilungskräfte aktivieren.

Pflanzen können den Heilungsprozess bei Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Schlaflosigkeit beschleunigen. Da verwundert es nicht, dass alternative Behandlungsmethoden, die auf die Kraft der Natur setzen, in den letzten Jahren nicht nur bei den Krankenversicherten in Deutschland immer beliebter geworden sind. Auch Ärzte aus der klassischen Schulmedizin setzen vermehrt auf pflanzliche Heilmittel – sogar als sanftere Alternative zu Antibiotika. Dabei ist gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen.

Körperliche Beschwerden

Die Calendula officinalis (Ringelblume) ©flickr

Knoblauch ist bereits von Natur aus ein starkes Antibiotikum, mit dem sich schädliche Bakterien und Pilze bekämpfen lassen. Die Wunderknolle wirkt antibakteriell, stärkt das Immunsystem bei Erkältungen und schont dabei im Gegensatz zu synthetischen Antibiotika die Darmflora. Auch Zwiebeln, Ingwer und Chili hemmen Entzündungen, lindern Schmerzen und stimulieren den Kreislauf. Wer allerdings oft unter Bauchschmerzen oder Verdauungsbeschwerden leidet, sollte bei scharfen Gewürzen besser vorsichtig sein und stattdessen zu Fenchel, Salbei, Kamille, Enzian oder Thymian greifen: Die Kräuter wirken bei Magen-Darm-Infekten entzündungshemmend und krampflösend. In der Erkältungszeit werden Erkrankungen der Atemwege, z. B. Halsschmerzen und Husten erfolgreich mit Eibisch, Isländischer Flechte, Anis und Latschenkiefer behandelt. Bei Hautverletzungen ist die Ringelblume eine bewährte Heilpflanze – schon die Nonne Hildegard von Bingen baute im Mittelalter die Rhodiola rosea soll schon den Wikingern als Stärkungsmittel gedient haben. Heute werden die Pflanzenextrakte aus dem Rosenwurz meist in Form von Kapseln verkauft, die die mentale Leistungsfähigkeit steigern, die Stressanfälligkeit reduzieren und die Stimmung aufhellen. Studien zeigen, dass auch das teuerste Gewürz der Welt, Safran, gegen Depressionen helfen soll. Bei Nervosität und Einschlafstörungen werden Hopfen, Baldrian oder Melisse empfohlen, die einen beruhigenden Effekt haben. Für Patienten, die unter Angstzuständen und Depressionen leiden, kann auch Cannabidiol, sogenanntes CBD, eine effektive Behandlungsmethode sein. Das aus der Hanfpflanze gewonnene Öl hat neben seiner antipsychotischen und schmerzlindernden Wirkung noch weitere medizinische Vorteile und besitzt im Gegensatz zum Bestandteil THC keine berauschende Wirkung. Als Nahrungsergänzungsmittel können Menschen es mehrmals am Tag einnehmen; es wird jedoch empfohlen, die Dosis nur langsam zu erhöhen.

Generell gilt es bei allen pflanzlichen Heilmitteln, die empfohlene Menge nicht zu überschreiten und die Produkte und Lebensmittel erst in kleinen Mengen auf ihre Verträglichkeit hin zu testen. Vor allem für Kinder und Schwangere gilt: Die Einnahme sollte vorher mit einem Arzt besprochen sein.

Sepp Spiegl


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