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Deep Purple

Deep Purple, 1972

Die Gründer Jon Lord (Orgel), Ritchie Blackmore (Gitarre), Ian Paice (Schlagzeug), Nick Simper (Bass) und Rod Evans (Gesang) finden 1968 in England zusammen. Alle haben schon Band-Erfahrung, der Name stammt scheinbar aus dem Lieblingslied von Blackmores Oma.

Den ersten Erfolg feiern sie mit dem Debütalbum “Shades Of Deep Purple”: Ihre Coverversion von “Hush” erreicht Position fünf in den US-Singlecharts. Aber erst mit “April” aus ihrem dritten Album “Deep Purple” (1969) setzen sie die Weichen für ihre Zukunft. Das Stück gründet auf T.S. Eliots Poem “The Waste Land” und enthält lange Improvisationen von Lord und Blackmore.

Mit ihrer Kombination aus druckvollen harten Klängen und bis dahin in der Rockmusik unüblichen Tonleitern machen sie sich auch live einen Namen. Vor allem Lord entwickelt die Verbindung zwischen Rock und Klassik weiter. Die Erstaufführung seines “Concerto For Group And Orchestra” mit dem London Philharmonic Orchestra” in der Royal Albert Hall 1969 begründet nicht nur ein neues Genre. Es ist auch der erste Auftritt ders bekanntesten Purple-Line-Ups, in dem Ian Gillan Evans und Roger Glover Simper ersetzen.

Die folgenden drei Studioalben verschaffen den weltweiten Durchbruch. “Fireball” und “Machine Head” erreichen die Spitze der englischen Charts, mit “Child In Time”, “Highway Star”, “Speed King” und “Smoke On The Water” enthalten sie zudem die besten Stücke der Band in ihrer kreativ fruchtbarsten Phase. Davon zeugt das 72er Livealbum “Made In Japan”, in dem die Zusammenarbeit zwischen der kräftigen Stimme Gillans, der Rhythmusgruppe Paice und Glover sowie den Virtuosen Lord und Blackmore ihren Höhepunkt erreicht.

1973 ist das als “Mark II” bekannte Line-Up am Ende. Gillan und der immer egozentrischere Blackmore können sich nicht mehr riechen. Nach Gillans Auftritt in der Verfilmung von Andrew Lloyd Webbers Musical “Jesus Christ Superstar” und der eher schwachen LP “Who Do We Think We Are” werfen Glover und Gillan das Handtuch. An ihre Stelle treten Glenn Hughes und der spätere Whitesnake-Frontmann David Coverdale.

“Burn” und “Stormbringer” (beide 1974) schaffen es in die Top Ten. Anschließend steigt Blackmore aus, um Rainbow zu gründen. Der neue Gitarrist Tommy Bolin schafft es in keinster Weise, seinen charismatischen Vorgänger zu ersetzen. Deep Purple lösen sich nach dem enttäuschenden “Come Taste The Band” (1975) auf. Wenige Monate später stirbt Bolin an einer Überdosis.

Gründungsmitglieder
Gesang
Rod Evans (bis 1969)
Gitarre
Ritchie Blackmore (bis 1975,
1984–1993)
Bass
Nick Simper (bis 1969)
Hammond-Orgel,
Keyboard
Jon Lord † (bis 2002)
Schlagzeug
Ian Paice

 

 

 

Deep Purple – Child In Time – 1970




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