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Oma Thea macht die Fliege

 

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Gabi Breuer

Oma Thea, Bewohnerin eines Altenheims, steuerte auf Ihren 100.Geburtstag zu und findet, jetzt sei genug. Sie beschließt, ihrem Leben freiwillig ein Ende zu setzen. In ihrem Pfleger Jan, der transsexuell und von seiner Familie verstoßen ist, findet sie einen Gleichgesinnten. In ihrem Hochzeitskleid lässt sich Oma Thea von Jan auf das Dach des Heimes schieben und beide wollen sich in die Tiefe stürzen.
Da tritt Friedelies zu ihnen, sie steht vor dem finanziellen Ruin, in den sie durch die Pflegekosten ihres notorisch untreuen Ehemannes Horst, getrieben wurde. Auch sie sieht nur noch eine Möglichkeit – den Freitod. Wiederum öffnet sich die krachend die Eisentür und eine mittelschlanke Frau von ungefähr 30 Jahren torkelt mit einer Flasche Jägermeister auf sie zu. Susanna, wegen ihrer Alkoholsucht aber Sue Ellen genannt, ist die vierte im Bunde der Selbstmörderinnen.

„Das wird ja immer doller“, keucht Thea.

Bei einem Käffchen diskutiert man die einzelnen Probleme und kommt zu dem Schluss, den Freitod um eine Woche zu verschieben, da alle noch etwas zu erledigen haben. Oma Thea möchte ein letztesmal Achterbahn fahren, Pfleger Jan sich endlich als Frau im Männerkörper outen, Sue Ellen ihrer Familie einmal nüchtern unter die Augen treten und Friedelies möchte sich an ihrem Mann rächen und vor seinen Augen verführen lassen.
coverDoch die Verwirklichung der einzelnen Wünsche, beschert Ihnen allerhand Probleme. Da Jan und Sue Ellen kein Zuhause haben, ziehen sie kurz entschlossen bei Friedelies ein, um besser gemeinsam die Aktionen anzugehen. Friedelies verliebt sich neu in ihren alten Jugendfreund Willi und Jana (Jan) lässt sich von Thea überreden, in Frauenkleidern aufzutreten.Endlich, nach einem Gespräch mit den Eltern, akzeptieren diese Eltern ihn als Tochter; aber nur, weil seine Mutter seinem Vater mit der Scheidung gedroht hat.
Sue Ellen wird wegen einer Falschaussage verhaftet und beschließt danach eine Entziehungskur zu machen. Und immer mittendrin, Oma Thea, die lenkt und denkt und manchmal auch zu ungewöhnlichen Mittel greifen muss.

Fazit: Eine lockere, leichte Lektüre, sehr unterhaltsam und trotz des ernsten Themas, kommt man oft zum Schmunzeln.

Sepp Spiegl

 

Ullsteinbuchverlag




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