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Neue Töne in den Alpen

Ohne Angst in die Improvisation hinein

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Saxophonworkshop Juli 2014 in der Musikwerkstatt

Kurz vorweg

Raus aus dem Alltag und rein in eine entschleunigte Musikwelt. Das ist das Angebot der Musikwerkstatt im bayerischen Oberaudorf. Auch Improvisieren will gelernt sein…

Was bringt vier Erwachsene so um die 50 Lebensjahre herum dazu, nach Oberaudorf in die Heimat von Bastian Schweinsteiger zu fahren? Sind es Fußballfans im Weltmeisterrausch? Weit gefehlt. Nein, es sind ganz andere Fans. Ihr Ziel ist die Musikwerkstatt in der Tatzelwurmstraße des kleinen Alpenortes mit knapp 5.000 Einwohnern. Diese Begeisterten freuen sich auf eine Woche Ensembleworkshop mit Saxophon bei Moni Schönfelder. Auf dem Programm stehen jeden Tag vier Stunden gemeinsames Musizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eher Fortgeschrittene auf diesem Sehnsuchtsinstrument. Der weiche Ton des Saxophons weckt Erinnerungen an herrliche Musik aus den 80er Jahren – und groovt wie kaum ein anderes Instrument.
Das bayerische Oberaudorf im „Kaiser Reich“ zwischen dem zahmen und wilden Kaiser ist bedeutender Luftkurort und Wintersportplatz im Inntal. Neben Touristen sind hier aber ganz besonders Musiker willkommen! Mit Scatgesang und Cajonbegleitung, Stimmbildung durch Obertongesänge und Atemtechniken wird ein steiler Fortschritt im Zusammenspiel möglich.

Stephan zwischen Tontechniker und Koch

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Moni zu Berliner Zeiten

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Stephan im Studio beim Gitarrenspiel

 

 

 

 

 

 

 

Moni Schönfelder (46) beherrscht als Leiterin der Musikwerkstatt die Kunst der Konzentration auf das Wesentliche wie kaum eine andere. Sie schafft einen angstfreien Raum, um erste Schritte in die Improvisation zu wagen. Es wächst ein befreiendes Gefühl für die Kursteilnehmer, die ansonsten fest im Sattel sitzen in ihren Berufen und an ihren Wohnorten. Hier wagen sie sich heraus, gehen aufs Eis, das Moni für sie gehärtet hat, damit das Gleiten in die neue Erfahrungsdimension leicht wird.
Musik ist hier keine esoterische Angelegenheit. Eher ist sie solide Handarbeit, unterlegt mit viel Erfahrung, und daraus wächst eine große Spielfreude, verbunden mit hundert Prozent Herzlichkeit. Und die strahlt auch Stephan (47) aus, der den Workshop als Tontechniker, Bassist, Koch und vor allem als Mensch begleitet. Fasziniert von den Klängen und Sounds eines Peter Gabriel, Prince und Michael Jackson wurde sein Interesse an den Knöpfen und Reglern des Mischpultes geweckt und er absolvierte seine Ausbildung zum Tontechniker an der SAE für Kreative Medien Gestaltung  in München. Über viele Jahre arbeitete er als Live-Tontechniker mit Bands aber auch im eigenen Studio an Dancefloor-Produktionen und Remixes. Moni und Stephan stammen beide aus Rosenheim. Sie kennen sich aus der damaligen Schulband und haben sich Jahre später wieder gefunden.

Am Mittwoch werden die Lippen geschont

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Wanderung zur Hohen Asten

Aber es sind auch Pausen von der Musik eingeplant. Mittwochs ist für alle eine gemeinsame Wanderung zum Berggasthof Hohen Asten angesagt. Denn die Lippen brauchen Schonung nach dem ungewohnt vielen Spielen. Eine solche gezielte Unterbrechung tut aber auch dem Gruppenmiteinander gut.
Jeder Teilnehmer kümmert sich eigenverantwortlich um seine Unterbringung. Als Möglichkeit bieten sich die musizierfreundlichen Ferienwohnungen im Ferienhaus direkt vis à vis der Musikwerkstatt auf dem Bauernhof gelegen an – oder zahlreiche Alternativen vom einfachen Zimmer mit Frühstück bis hin zum Hotel mit Sauna und Sportraum. Ein Fahrrad- und Skiverleih erweitert das Freizeitangebot. Gemeinsame Mahlzeiten und Pausenunternehmungen gibt es nach Lust und individueller Absprache. Durch diese Möglichkeiten präsentiert sich das Konzept der Musikwerkstatt als sehr flexibel und damit auch als sehr überzeugend. Die Besucherzahlen und positiven Bewertungen belegen dies.
Ein Blick in den gerade laufenden Workshop beweist, wie lebendig die Zusammensetzung ist. Bernd (51), der Projektingenieur aus Chemnitz und der Controller Eberhard (52) aus Aschaffenburg haben bereits Vorerfahrungen mit der Musikwerkstatt. Sie schwärmen noch heute von den Einzelunterrichtswochen. Bernd ist sogar „Wiederholungstäter“, er ist schon zum vierten Mal hier. Elke (49) von der FH Darmstadt dagegen hat den Workshop über Google gefunden. Die Erfurter Sonderpädagogin Birgit (46) wurde durch Bernd eingeladen. Sogar zwei Hunde gehören zur Gruppe. Sie passen gerade noch rein.

Fragen im Reich der Musik

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Moni & Stephan wagten den Schritt von Berlin auf einen Bauernhof im Inntal

Wir sind neugierig auf die Macher der Musikwerkstatt geworden und treffen Moni Schönfelder und Stephan Fischer in ihrem Reich der Musik. Über ihnen die Holzbalken eines alten Bauernhauses. Hier ist viel Platz für den richtigen und oft auch improvisierten Ton. Den begrenzten Platz für maximal sechs Personen spürt man kaum. Eins aber spüren wir sofort: Nach kurzer Zeit fällt von uns ein deutliches Stück Alltagsdruck ab. Wir tauchen ein in eine Sphäre der Entspannung und der Konzentration auf die Musik. Im Gespräch erfahren wir mehr über diesen besonderen Ort der Musikalität und die Idee ihrer Erfinder, aber auch über Teilnehmer.
rantlos: Wie war dein Weg zur Musik?
Moni: Musik mache ich von Kindesbeinen an. Ich spielte schon früh beherzt und mit viel Freude Blockflöte, Geige, Hackbrett und Querflöte. Das Saxophon kam dann auch noch dazu. Irgendwie spielte ich aber auch alles, was man mir in die Hand drückte. Ich studierte dann Saxophon Klassik und Jazz, Komposition und Arrangement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz und am Berklee College of Music in Boston/USA sowie Komposition und Ensembleleitung als Stipendiatin bei der Komponistin und Dirigentin Maria Schneider in New York. Seither lebe ich mit, für und von der Musik.
rantlos: Und nach dem Studium?
Moni: Viele Jahre tourte ich mit den unterschiedlichsten Ensembles quer durch Europa von Irland bis zum Bosporus und auch in die USA. Ich reiste mit einem traditionellen afrikanischen Ensemble quer durch Mali, spielte mit einem Straßenzirkus in abgelegenen Bergdörfern in der Toskana und war bei Großveranstaltungen wie der Olympiade 1992 in Barcelona oder der Fußball WM 2006, dem deutschen Sommermärchen, musikalisch zu Gast. Aber auch Glamour ist mir nicht fremd. Ich zierte im Glitzerkleid mit meinem Saxophon viele hochkarätige Veranstaltungen. Oft auch auf dem berühmten roten Teppich. So spielte ich mit meiner Band im Nobelhotel Ritz Carlton die After Concert Party von Robbie Williams in Berlin. Nach vielen großartigen und auch sehr turbulenten Jahren auf der Überholspur mit tausenden von abgeradelten Kilometern wuchs mein Bedürfnis nach Entschleunigung und innerer Ruhe.

Kurse in familiären Rahmen

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Doppelregenbogen hinter der Musikwerkstatt

rantlos: Wie hast du diesen Umstieg geschafft?
Moni: 2004 begann ich mit meiner langjährigen Dozententätigkeit für Späteinsteiger in der Toskana mit dem Musikurlaubanbieter Terra Musica und sammelte dort wichtige musikalische als auch organisatorische Erfahrungen, die uns heute sehr zugute kommen. Außerdem leitete ich mehrere Jugendprojektorchester und das erste Jugendmusikcamp des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg mit über 90 jugendlichen Musikanten. Ich merkte, dass mir diese Tätigkeit sehr liegt und viel Freude bereitet und mich fordert und ausfüllt. Es galt, menschliche, didaktische und inhaltliche Wege und Mittel zu finden, um den Späteinsteigern Freude am Instrument und an der Musik an sich zu vermitteln. So ist auch nach und nach unser umfangreiches Lehrmaterial entstanden. Um einen möglichen Ortswechsel vorzubereiten, war es für uns elementar wichtig, ortsunabhängig von Berlin Geld zu verdienen und unsere eigene Arbeit mitzubringen. So begann ich auch meine Workshoptätigkeit im alljährlichen Musiksommer in Arosa in der Schweiz. Und jetzt bin ich eben in der eigenen Musikwerkstatt angekommen. Durch die Jahre davor weiß ich genau, was ich kann und mir wurde schnell klar, wohin es gehen soll. Damit wurde mir auch immer deutlicher, wo ich die Dinge anders gestalten möchte als andere. Mein Glück ist, dass mein Lebenspartner Stephan bereit war, diesen Wechsel gemeinsam mit mir zu vollziehen. Er hat das als Chance begriffen, auch sein eigenes Leben komplett mit umzugestalten.
rantlos: Wann wurde das mit der Musikwerkstatt denn konkret?
Stephan: Das war 2009. Angeregt durch gute Freunde entstand die gemeinsame grundlegende Idee zur Musikwerkstatt. Ziel sind kleine Workshops und Musikkurse im familiären Rahmen, angesiedelt in einem entspannten und freundlichen Umfeld fernab vom Alltagsstress. Es folgte ein Jahr der intensiven Vorbereitung auf das Kommende mit Konzeption der Musikwerkstatt, Erstellung und Aufbau der Website sowie der Suche nach einer optimalen Location. Dazu gehörte aber auch zur Aufgabenverteilung eine intensive Sondierung und Bündelung der gemeinsamen vorhandenen Potentiale und Fähigkeiten. Im Mai 2010 war es dann soweit. Es erfolgte der radikale Schnitt mit dem Ortswechsel von der lauten Metropole Berlin auf den ruhigen Bauernhof im Inntal.

Von Berlin-Kreuzberg in das Zuhäusl

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Moni in Concert

rantlos: Sicherlich kein leichter Umzug?
Moni: Nein, nicht so wirklich. Denn man lässt ja 15 Jahre Leben, in dem man sich eingerichtet und auch vieles aufgebaut hat, dazu viele Weggefährten und ans Herz gewachsene Musikerkollegen hinter sich. Aber am Ende überwiegt dann natürlich die Spannung und Erwartung auf das Kommende sowie der Blick nach vorne. Wir machten uns von Berlin-Kreuzberg aus auf die Suche nach einem Haus, in dem wir alles umsetzen können, was wir uns so ausgedacht hatten. Hier in Oberaudorf an der Grenze zu Tirol haben wir schließlich unser Plätzchen im 280 Jahre alten Zuhäusl auf dem Pechlerhof gefunden. Mit altem Schürofen in der Küche und Holzöfen im ganzen Haus verbreitet dieses Heim eine wohlige Atmosphäre fern von jeglicher Hektik. Denn wer morgens erst mal den Küchenherd einschürt, braucht nun mal Zeit und nimmt sie sich auch. Der morgendliche Kaffee wird geräuschvoll handgemahlen, der Tee frisch gesammelt oder im Winter aus selbst getrockneten Kräutern zubereitet. Das duftet einfach verführerisch. Und im Winter köchelt und dampft neben dem Wasserkessel frühmorgens schon der Suppentopf auf dem heißen Schürofen…
rantlos: Wie sieht denn nun dein Arbeitsalltag in dieser entschleunigten neuen Welt aus?
Moni: Wir leben und arbeiten in erster Linie zu Hause. Im Mittelpunkt all unserer Überlegungen und Aktivitäten aber steht: Wir wollen etwas Besonderes bieten, das die Leute anlockt und das sie nur hier bei uns in dieser Form bekommen. Unsere Arbeitsteilung ist einfach. Ich kümmere mich um die Konzeptionen und führe die Kurse durch. Stephan steht oft als Diskussionspartner und Berater bereit. Er erledigt die meisten Aufgaben im Hintergrund. Und davon gibt es sehr viele: Von der Konzeption, Erstellung und Aktualisierung der Website, die Suchmaschinenplatzierung, über die gesamte Werbung mit Flyern, Postkarten, Notenheftcover, Gestaltung, Fotos und Filme, CD-Aufnahmen für das umfassende Lehrmaterial bis hin zum Ansprechpartner für unsere Workshopgäste in allen Lebenslagen und Abholfahrdienst vom Bahnhof. Nicht zuletzt wird auch gerne mal die Bratpfanne geschwungen und eine Runde Crêpes als Belohnung für alle gebacken!

Auch das Landleben kommt nicht zu kurz

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Im Bauerngarten hinter dem Haus

rantlos: Eine wunderschöne Idee. Aber mal ganz direkt gefragt: Könnt ihr denn davon leben?
Moni: Ja! Nach vier Jahren in Oberaudorf können wir jetzt von der Musikwerkstatt leben. Und natürlich freuen wir uns über jeden, der zu uns findet. Wir brennen förmlich darauf, auch andere mit unserer Lebensfreude und Begeisterung für Musik zu bereichern. Wir messen unseren Erfolg auch einfach daran, dass 80 Prozent unserer Gäste immer wieder kommen…
rantlos: Also ist Musik bei dir alles?
Moni: Nein, nicht so ganz. Denn neben der Musikwerkstatt mit all ihren Aufgabenbereichen lieben wir als inneren Ausgleich das Landleben. Ich betreibe einen Kräutergarten und habe um die 20 Teesorten aus eigenem Anbau. Diese trockne ich und stelle eigene Teemischungen als Rund-ums-Haus-Tee individuell zusammen. Und mein erster Gang führt mich täglich frühmorgens in meinen großen Gemüsegarten. Dort stehen auch ansehnliche Büschel Zitronenmelisse, Salbei und Pfefferminze.
rantlos: Wen sprecht ihr mit eurem Programm an?
Stephan: Bei uns sind alle herzlich willkommen, die Spaß und Freude am Musizieren haben. Egal, ob Neueinsteiger oder Menschen mit langjähriger musikalischer Erfahrung. In erster Linie aber fühlen sich Gäste über der Lebensmitte angesprochen. Für diese Zielgruppe gilt allgemein: Die Kinder sind aus dem Haus, das Berufliche steht nicht mehr ganz so stark im Vordergrund. Plötzlich verschiebt sich für diese Menschen die Waagschale in ihrem Leben. Man findet mehr Zeit für sich selbst und kümmert sich wieder mehr um die eigenen Belange. In diesem neuen Lebensabschnitt sind viele auch auf der Suche nach neuen Wegen, Erfahrungen und Eindrücken. Das Durchschnittsalter erleben wir hier so zwischen 50 und 60 Jahre. Manche Kursteilnehmer sind aber auch schon über 70 und fit wie ein Turnschuh. Und neugierig auf Neues. Es bewahrheitet sich in unseren Kursen immer wieder: Zeit hat man nicht, die muss man sich nehmen, auch und besonders für ein Hobby, das einen erfreut und einem gut tut…

Event-Hopper in Oberaudorf am falschen Platz

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Moni Schönfelder: “Wir sind offen für alle Instrumente und Gesang”

rantlos: Und wer ist bei euch an der falschen Adresse?
Moni: Nicht so ganz an der richtigen Adresse sind bei uns die Event-Hopper. Eigentlich haben die für nichts Zeit. Sie hoppen einmal im Jahr für eine Woche zum Saxophonspielen nach Sardinien, zum Marathonlaufen nach Paris oder zum Golfen nach Zypern. Das machen sie aus meiner Sicht nur, um alles im Leben abzuhaken wie eine Einkaufsliste im Feinkostladen… und das immer möglichst spektakulär.
Diese Menschen sind bei uns mit ihren Erwartungen falsch. Denn wir bieten nichts Spektakuläres – im Gegenteil. In entspannter Atmosphäre und einer tollen Umgebung genießt man individuellen und intensiven Unterricht mit einer lustig quäkenden Ente im Hintergrund und ein paar drolligen Schafen ums Haus herum. Ich denke, dass dies auch bei allen unseren Teilnehmern authentisch rüberkommt. Denn wir leben selber ein unglaublich schönes, buntes und reich erfülltes Leben. Hier darf auch bei aller Professionalität mal ein Bild schief hängen oder ein Ton schräg klingen… und daran wollen wir andere gerne teilhaben lassen.
rantlos: Beschreibt doch mal das Spektrum eurer Angebote. Seid ihr auch offen für Ideen eurer Kunden?
Moni: Rund um Jazz und Popularmusik bieten wir Wochen- und Tageskurse sowie Intensivunterricht an. Vom 10er Ticket Einzelunterricht intensiv für zeitlich individuell Anreisende, die den Musikunterricht gleich mit Skifahren, Radeln oder Wandern in unserer Urlaubsgegend verbinden über unterschiedliche Tageskurse, bis hin zu Wochenworkshops ist in der Musikwerkstatt alles vertreten. Man kann bei uns Instrumentalkurse in Saxophon, Gitarre, Block- und Querflöte buchen. Ebenso zeigen wir gerne die einfache Klavierbegleitung für Jazz und veranstalten Workshops für Cajon für Einsteiger. Offen sind wir für alle Instrumente und Gesang in den Gebieten Improvisation, Bandworkshop und in unseren Easy Jazz Ensembles. Weiter im Programm stehen Lehrerfortbildungen für klassisch ausgebildete Musiklehrer, Musiker und Dirigenten sowie studienbegleitende Gitarrenkurse speziell für Erzieher und Pädagogen. Gerne sind wir auch offen für Anregungen und Ideen unserer Kunden. Jeder Gast bringt eine neue Perspektive mit, die bereichert und hilft, das Angebot noch attraktiver zu gestalten.
Fragen an die Teilnehmer

“Ich wollte keinen kommerziellen Workshop”

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Moni & Stephan beim Bergwandern

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Bernd: “Es hat mir viel Spaß gemacht”

rantlos: Bernd, du bist jetzt zum vierten Mal in der Musikwerkstatt mit dem Tenorsaxophon. Wie hast du Moni gefunden und mit welchem Anliegen bist du beim ersten Mal gekommen?
Bernd: Ich war damals sehr unzufrieden mit der Ausbildung in meiner örtlichen Musikschule. Da dort das Angebot sehr begrenzt war, habe ich im Internet nach Alternativen gesucht. Das war 2011. Und so fand ich die Webseite von Moni Schönfelder. Was dort geschrieben stand, schien genau auf meine Bedürfnisse zu passen. Für eine Woche bin ich dann zum Einzelcoaching gefahren. Ich wollte einfach das Instrument besser spielen können und mein Spektrum erweitern. Leider diente dann der erste Workshop ausschließlich dazu, viele Grundlagen für das Saxophonspiel zu erwerben, die mir bis dahin nicht oder nicht korrekt in meiner örtlichen Musikschule vermittelt worden waren. So wurden erst einmal Themen wie Ansatz, Atemtechniken, Mundstück, Blatt usw. geklärt. Das war für mich in meiner Erwartung erst mal frustrierend, aber es war auf der anderen Seite auch elementar wichtig, weil ich sonst wahrscheinlich nicht mehr spielen würde. Und Moni hat immer alles mit Spaß und Freude vermittelt und mir Mut gemacht.
rantlos: Wie beschreibst du deine Entwicklung im Saxophonspiel über diese vier Jahre?
Bernd: Ich denke schon, dass ich mit Höhen und Tiefen einiges geschafft habe. Die meisten Sachen habe ich mir schon durch Üben selbst angeeignet, wie jeder andere Instrumentalist auch. Aber nach einer gewissen Zeit bleibt man oft in einer Sackgasse stecken und kommt da nur mit fremder Hilfe raus. So habe ich bei Moni die ersten Schritte für die Improvisation sowohl in Theorie als auch in Praxis kennengelernt. Als Saxophonspieler will man ja irgendwann auch improvisieren können. Ich habe dazu viele Probleme mit dem Rhythmus gehabt. Mit Hilfe des Scatgesangs haben wir da ganz viel geschafft. Das ist eine prima Technik, um mit Rhythmus klarzukommen.
rantlos: Du hast zum ersten Mal an einem Ensembleworkshop teilgenommen. Hast du die Einzelstunden vermisst?
Bernd: Ich habe die Einzelstunden dieses Mal überhaupt nicht vermisst. Ich wollte immer schon gern einmal mit anderen Musikern spielen. Das hat mir unwahrscheinlich viel Spaß gemacht. Es hat sich eine so gute Dynamik in der Gruppe entwickelt, dass es gar keinen Grund gab über Einzelstunden nachzudenken.
rantlos: Elke, du spielst ja zu Hause auch regelmäßig in einem Ensemble. Worin lag für Dich das Besondere in diesem Workshop?
Elke: Unser Ensemblespiel zu Hause ist wirklich toll und unser Lehrer klasse. Daher bekam ich Lust auf mehr und wollte gerne mal am Stück dranbleiben und eine ganze Woche spielen. Ich wollte keinen kommerziellen Workshop, keine Massen, die bewegt werden sollen, sondern persönlich und individuell sollte es sein. Mit diesen Wünschen habe ich mich auf die Suche begeben und bin bei Moni gelandet. Nach einem persönlichen Telefonat und der Klärung, dass Cara, die kleine Münsterländerhündin mitkommen darf, wurde sofort gebucht.
rantlos: Kannst Du daraus etwas für Deine Combo mitnehmen?

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Eberhard und Elke lässt auch im Biergarten das Thema Musik nicht los

“Ein deutlicher Schub für mich”

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Birgit freut sich schon auf den nächsten Kurs

 

 

 

 

 

 

 

 

Elke: Auf jeden Fall. Die anderen sind schon recht gespannt auf meinen Bericht. Sicher werden wir uns, wenn es zeitlich möglich ist, zu einem gemeinsamen Workshop bei Moni einfinden.
rantlos: Eberhard, welche Saxophone spielst du?
Eberhard: Ich spiele Tenor-, Alt- und Sopransaxophon. Das Tenorsaxophon ist mein Hauptinstrument, das Altsaxophon setze ich nur bei bestimmten Stücken ein und das Sopransaxophon habe ich mir erst Anfang dieses Jahres gekauft.
rantlos: Was hat dir die Musikwerkstatt gebracht?
Eberhard: Da ich keinen Saxophonunterricht nehme, habe ich letztes Jahr ein Angebot gesucht, das ich in meinem Urlaub wahrnehmen kann und bin dabei auf Monis Homepage gestoßen. Ich war dann im Juni 2013 das erste Mal hier. Hauptmotivation war der Wunsch, von einem Profi mein bisheriges Spielen begutachten zu lassen, um zu prüfen, ob ich auf dem richtigen Weg bin und Anregungen für meine Entwicklung zu bekommen. Das ist bei meinem ersten Einzelcoaching auch hervorragend gelungen. Neu war für mich die Scattechnik zur Verbesserung des Rhythmusgefühls und der Obertongesang als Vorbereitung zur Bildung der Töne. Im Februar diesen Jahres habe ich zur Vertiefung ein weiteres Einzelcoaching besucht und nun den Ensembleworkshop. Ein deutlicher Schub für mich nach vorne.
rantlos: Welche Tipps würdest du anderen Saxophonisten geben?
Eberhard: Das Herausragende an der Musikwerkstatt ist, dass sie auf jeden Saxophonspieler individuell eingeht. Da gibt es weder simple Hausmannskost, noch Fertigware, sondern ganz gezielt maßgeschneiderte Gourmet – Menüs. Ich kann jedem nur empfehlen das persönliche Gespräch mit Moni zu suchen, um das bisher Gemachte mit der gewünschten Weiterentwicklung abzugleichen und daraus die entsprechenden nächsten Schritte abzuleiten. Dann ist aus meiner Erfahrung sichergestellt, dass man genau das bekommt, was man sich vorstellt und auch braucht.
Die Fragen stellte Birgit Steffani
Sie war selbst begeisterte Teilnehmerin zweier Workshops .

Musikwerkstatt Kursübersicht 2015:  kursuebersicht_2015

 

Musikurlaub in Bayern

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