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Honig im Kopf

In Til Schweigers Tragikomödie Honig im Kopf müssen Til und Emma Schweiger mit einem demenzkranken Großvater Didi Hallervorden fertig werden, der noch einmal nach Venedig möchte.

Emma

Emma Schweiger und Didi Hallervorden

Handlung von Honig im Kopf

Dass der 70-jährige Amandus (Dieter Hallervorden) auf der Beerdigung seiner Margarete ziemlich wirres Zeug redet – verständlich. Doch als er seine verstorbene Frau bei der Polizei als vermisst meldet, ist die Familie alarmiert. Amandus hat Alzheimer und lebt in einem Chaos, in dem man ihn nicht länger sich selbst überlassen kann. Niko (Til Schweiger) besteht darauf, dass Papa einzieht. Für seine penible Frau Sarah (Jeanette Hain) eine Zumutung. Der unberechenbare alte Herr nervt natürlich und ist eine zusätzliche Belastung für ihre ohnehin schon angeschlagene Ehe. Nur die elfjährige Tilda (Emma Schweiger) kommt toll mit Opa zurecht, der nach seinen ganz eigenen Regeln „Mensch ärgere Dich nicht“ spielt und sich wie ein großes Kind aufführt. Als Amandus (ziemlich buchstäblich) das schicke Sommerfest sprengt und die Familie nicht nur in peinliche, sondern brandgefährliche Situationen bringt, sieht Niko keinen anderen Ausweg mehr. Amandus muss in ein Pflegeheim. Das lässt Tilda nicht zu: Sie entführt ihren Opa auf eine Reise bis nach Venedig, wo er Oma vor vierzig Jahren den Antrag gemacht hat.

Emma Schweigers bisher größte Rolle

Standfoto "Honig im Kopf"

Emma Schweiger und Dieter Hallervorden

Emma Schweiger war sich zuletzt nicht sicher, ob sie weiter als Schauspielerin arbeiten will. Doch dann machten ihr die Dreharbeiten zu „Kokowääh 2“ so großen Spaß, dass sie auch für „Honig im Kopf“ wieder zusagte. Die Rolle der Enkelin Tilda war ihre bisher größte Rolle, für die sie 44 statt vorher durchschnittlich 20 Drehtage absolvierte. Emma kommentierte dies folgendermaßen: „Aufgeregt war ich aber nur, weil ich sehr oft vor der Kamera weinen muss. Sehr viele Emotionen zeigen – das bin ich nicht gewohnt. So eine Rolle habe ich noch nicht gespielt. Aber es funktionierte, denn ich kann mich gut in die Rolle hineinversetzen. Es war gar nicht so schwer, wie ich dachte.“ Um ihr die Arbeit so leicht wie möglich zu machen, wurden Teile des Drehs von Berlin nach Hamburg verlegt und das Filmprojekt auf Emma zugeschnitten.

Wie bereits bei seinen vorherigen Filmen wie Keinohrhasen, Kokowääh oder Barfuss tritt Til Schweiger für Honig im Kopf wieder als Allround-Talent in Erscheinung: Er schrieb das Drehbuch, produzierte mit seiner Firma barfuss Film, übernahm die Regie und spielte selbst eine Figur. Diesmal überlässt er die Hauptrollen jedoch seiner Tochter Emma Schweiger und Dieter Hallervorden.

Ein Furz mit enormen Folgen

Dieter Hallervorden berichtete in einem Radio-Interview sehr offen darüber, wie es dazu kam, dass er sich mit Regisseur Til Schweiger so sehr zerstrittHIK_A1_AW.indd, dass sie wochenlang keine privaten Gespräche führten. Zwei Szenen wollte Hallervorden nicht spielen und deswegen wurden sie aus dem Drehbuch gestrichen. Doch bei einer dieser Szenen bestand Schweiger darauf, dass er sie doch spielen müsse. Es handelte sich um eine Furz-Szene, in der Schweiger der Meinung war, „man müsste auch noch zum Körperausgang hinten ein paar Pupse beisteuern.“ Trotz des Streits machte Hallervorden dann aber, was Schweiger wollte, der auf die Erfüllung des Vertrages pochte. Didis Begründung: „Ich hätte natürlich sagen können: Ich spiel’s nicht. Aber dann hätte ich die Zusammenarbeit für die nächsten Wochen einfach gefährdet“.

Sepp Spiegl

Honig im Kopf (2014), DE
Laufzeit 139 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama,
Kinostart 25.12.2014

Der Trailer:

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