- Anzeige -
Jogging-Point

Tatort: Franziska

Franziska

Tessa Mittelstardt als Franziska im Tatort

Die „Tatort“-Kommissare Ballauf und Schenk müssen künftig auf ihre Assistentin Franziska Lüttgenjohann verzichten: Nach zwölfeinhalb Jahren im Dienst scheidet die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt auf eigenen Wunsch demnächst aus dem Polizeidienst beim Kölner „Tatort“ aus.
„Nach so einer langen Zeit mit Ballauf und Schenk bei der Kölner Mordkommission möchte ich mich als Schauspielerin nun neuen Herausforderungen stellen“, sagte Tessa Mittelstaedt am Rande der aktuellen Dreharbeiten für den „Tatort: Franziska“

An der Seite von Max Ballauf und Freddy Schenk feierte die damalige Schauspielschülerin Tessa Mittelstaedt 1999 auch ihr Fernsehdebüt. In „Kinder der Gewalt“ (1999) spielte sie die Urlaubsvertretung von Lissy (Anna Loos), der damaligen Assistentin der Kommissare Kölner Mordkommission (damals noch unter dem Rollennamen Anja). In „Die Frau im Zug“ (2000) bekam sie in der Rolle als Franziska Lüttgenjohann eine Festanstellung bei der Kölner Mordkommission. Als rechte Hand ging sie „mit den Jungs“ in insgesamt 43 Folgen durch dick und dünn: In zahllosen Nacht-Einsätzen musste sie Videos von Verhören und Überwachungskameras überprüfen, aus einem riesigen Berg von Schredderpapier das kryptische Buchstabenrätsel eines Entführers lösen („Die Blume des Bösen“, 2007), die Launen des Staatsanwalts von Prinz (Christian Tasche) ertragen, und ihre Chefs decken, wenn sie für ihre Ermittlungen die Dienstvorschriften mal wieder außer Acht ließen („Blutdiamanten“ 2006). Sie spielte Babysitter für Freddy Schenks Enkeltochter („Verdammt“, 2008) und besorgte Hochzeitsgeschenke für seine Frau („Minenspiel“, 2005). Nur schwer ließen sich für Franziska Lüttgenjohann dabei Dienstplan und Privatleben unter einen Hut bringen. Mit Männern hatte die durchtrainierte Kickboxerin („Brandmal“, 2008) nur wenig Glück. Bei allen Widrigkeiten hatte sie ihr Herz stets am rechten Fleck, ob bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit für ein Obdachlosen-Café („Platt gemacht“, 2009) oder als Bewährungshelferin in ihrem letzten Fall beim „Tatort“ in Köln („Franziska“, 2012).

Tatort: Franziska

Daniel Kehl (Hinnerk Schönemann) hat Franziska (Tessa Mittelstaedt) in seiner Gewalt. Er will seine Freiheit. Sofort. Dafür bietet er dem Staatsanwalt einen Deal an.
© WDR/Martin Valentin Menke

Ein Gefangener der JVA Köln hat Franziska Lüttgenjohann, die Assistentin von Ballauf und Schenk, in seine Gewalt gebracht. Kurz zuvor war in dem Gefängnis ein Häftling ermordet worden.
Franziska wurde als Geisel genommen: Diese Nachricht trifft Ballauf und Schenk mitten ins Mark. Sie müssen nicht nur den Mord an einem Häftling in der JVA Köln aufklären, sondern auch dringend ihrer Kollegin helfen. Neben ihrem Job bei der Mordkommission engagiert sich Franziska als ehrenamtliche Bewährungshelferin. Und ausgerechnet der ihr zugeordnete Häftling Daniel Kehl bedroht sie jetzt im Besucherraum des Gefängnisses mit einem Messer. Nach zehn Jahren Haft steht er eigentlich kurz vor seiner Entlassung. Doch er ist dringend tatverdächtig, gerade seinen Zellennachbarn Sergej Rowitsch ermordet zu haben. Kehl beteuert seine Unschuld. Doch sein Mithäftling Niklas Berg bezeugt, ihn quasi auf frischer Tat ertappt zu haben. Ist eine Verschwörung gegen Kehl im Gange?

„Tatort: Franziska“ erst nach 22 Uhr im TV

Tatort: Franziska

Ermittlungen in der JVA: Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, M) und Freddy Schenk (Dietmar Bär, r) mit dem Justizvollzugsbeamten Olaf Dröger (Holger Handtke).
©WDR/Martin Valentin Menke

„Tatort“-Fans müssen für den letzten Fall mit Franziska Lüttgenjohann allerdings lange wach bleiben: Die neue Folge von Regisseur Dror Zahavi („München 72 – Das Attentat“, „Kehrtwende“) wird nicht wie gewohnt um 20.15 Uhr, sondern erst nach 22 Uhr ausgestrahlt – das gab es bisher erst einmal: Schon die Folge „Ein Hauch von Hollywood“ wurde 1998 zu späterer Stunde gezeigt, weil die Qualität zu schlecht gewesen sei. Inzwischen hat diese Episode unter Fans Kultstatus erreicht. Die Begründung, warum der „Tatort: Franziska“ erst nach 22 Uhr gezeigt werden darf, ist allerdings eine andere: Jugendschutz. Denn der Inhalt dieser „Tatort“-Episode „Franziska“ – die Assistentin wird darin als Geisel genommen – sei nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet. Dass ausgerechnet der Kölner „Tatort“ um die freundlich-tapsigen Ermittler Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) solche Brisanz aufweist, erstaunt. Bis auf die bedingungslos düstere Afghanistan-Heimkehrer-Folge vom letzten Jahr geht es am Rhein in der letzten Zeit eigentlich beschaulich zu.

Wie ihre letzte Folge für Franziska Lüttgenjohann selbst ausgehen wird, ist ungewiss. Wir sind auf jeden Fall schon jetzt gespannt und werden den „Tatort“ auf jeden Fall einschalten – auch erst um 22 Uhr!

Sendetermin: Sonntag, 5. Januar 2014 | 22:00

Fernsehfilm Deutschland 2013

Besetzung: Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Franziska Lüttgenjohann – Tessa Mittelstaedt
Staatsanwalt Wolfgang von Prinz – Christian Tasche
Dr. Joseph Roth [Gerichtsmediziner] – Joe Bausch
Daniel Kehl – Hinnerk Schönemann
Sergej Rowitsch – Dimitri Bilov
Niklas Berg – Pit Bukowski
Thomas Droolitsch – Holger Daemgen

Musik: Jörg Lemberg
Kamera: Gero Steffen
Buch: Jürgen Werner
Regie: Dror Zahavi

 

Sepp Spiegl ( Quelle: WDR)


Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden