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Kinofilm: Der Imker

„Überall, wo ich hinging, nahm ich zur Tarnung Bienenvölker mit…“

derimker-02-640In seinen besten Zeiten war Ibrahim Gezer stolzer Besitzer von über 500 Bienenvölkern, die stets genug Honig produzierten, um seine Frau und seine elf Kinder zu ernähren, die später allesamt auf die Universität gehen sollten. Doch als sich zwei seiner Söhne dem kurdischen Widerstand anschlossen, war es mit dem Frieden bald vorbei. Ibrahim musste nach dem Tod seiner politisch aktiven Tochter vor der Folter des türkischen Militärs in die Berge  fliehen. Dort versteckte er sich sieben Jahre vor der türkischen Polizei.

Ibrahim gelang die Flucht in die Schweiz. Dort pflegt er nun liebevoll seine Bienen und neugewonnenen Freundschaften.

Doch da die Tätigkeit eines Imkers in der Schweiz nicht als ein richtiger Beruf, sondern nur als ein Hobby gilt, findet der über sechzigjährige Gezer nur schwer Arbeit und ist gezwungen, in einem Betrieb für Behinderte am Fließband Ricola-Kräuterbonbon-Tüten in Kartons zu packen. Besonders bitter: Gezer muss noch arbeiten, weil sein Geburtsdatum in seinem türkischen Pass falsch eingetragen ist.  Dieser schon Realsatire begegnet er schlau und geduldig und findet einen Ausweg…

Ist es nun ein Dokumentarfilm über das Kurdenproblem in der Türkei, ein Charakterstück über einen Moslem, das Leben eines Imkers oder eine Hommage an die Lebenskraft? Ein berührender Film über die zerstörerische Macht politischer und bürokratischer Systeme. Die für uns fast unbegreifliche Fähigkeit Ibrahims, dem Schmerz und Leid mit Versöhnung und Weisheit zu begegnen.

Der Imker

DER IMKER
von Mano Khalil

mit Ibrahim Gezer

112 Minuten

Prix de Soleure 2013
VIKTOR DOK.deutsch 2013
Best Kurdish Doc. Film 2013, Duhok Int. Film Festival
Lessinia d’Argento 2013, XIX Film Festival della Lessinia
Publikumspreis 2013, Der Neue Heimatfilm Freistadt

Paul Pawlowski (pp)
Der Trailer zum Film:


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