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Mario Adorf: Bambi für sein Lebenswerk

 

Als Kind und Jugendlicher hatte der Schauspieler weniger Glück

MARIO ADORF | MARIO ADORF |

Mario Adorf ©seppspiegl

Weltstar Mario Adorf hatte in seiner Jugend immer Pech beim Trampen, wie er bei einem Besuch seiner alten Hochschule, der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz berichtete. „Da hat mich von 100 Menschen keiner mitgenommen“, so der 86-Jährige. Er führt das auf seine damals schwarzen Haare und den Bart zurück, den er oft trug. Während alle anderen Studenten Mitfahrgelegenheiten gefunden hätten, sei er immer am Straßenrand zurückgeblieben. Kürzlich wurde der Schauspieler („Der große Bellheim“, „Kir Royal“) in Berlin mit dem Bambi für sein Lebenswerk geehrt. Sein drittes goldenes Rehkitz wolle seine Frau „bei sich irgendwo hinstellen“, erzählte Adorf. Kaum zu glauben, dass der Weltstar mit der sonoren Stimme eigentlich Lehrer werden wollte. Doch nach wenigen Semestern brach Adorf sein Germanistik-, und Philosophiestudium ab, um das Schauspiel an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule zu erlernen. Nach einem Engagement für die Münchner Kammerspiele und kleineren Filmrollen gelang dem Halbitaliener Ende der 50er Jahre mit „Nachts, wenn der Teufel kam“ der Durchbruch. Danach folgte Rolle auf Rolle. Der Star blickt auf eine traurige Kindheit zurück – er wuchs bei seiner Mutter Alice Adorf auf. Sie brachte den unehelichen Sohn mit Näharbeiten über die Runden. Im Alter von drei Jahren bis neun Jahren landete Mario wochentags bei Nonnen im Waisenhaus. „Angst und Hunger – das waren die beiden Grunderfahrungen meines Lebens und das hat mich auch nie ganz losgelassen“, so der Filmpreisträger.




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