- Anzeige -

Dobermann beißt zu

Bis zu 50.000 Bisswunden jährlich

Möglichst häufig pro Tag etwa eine halbe Stunde laufen. Dieser Rat von Medizinern und Sportberatern wird insbesondere auch Senioren gegeben. Ist ja auchdobermann herrlich, die nahe gelegene Natur auf erholsamen Spazier- und Wanderwegen zu durchstreifen.

Wer denkt da schon an Gefahren? Na ja, vielleicht könnte ja um den nächsten Baum ein Wildschwein auftauchen oder sogar neuerdings ein Wolf. Aber wer glaubt das schon?

Opfer ist eine Seniorin

Erwischt hat es aber dennoch im bayerischen Pösing im Landkreis Cham eine 82-jährige Frau auf einem Wanderweg. Kein wildes oder ausgewildertes Tier kam angriffslustig auf sie zu. Entgegen kam ihr eine jüngere Frau mit einem Dobermann an der Leine. Trotz dieser Sicherheitsmaßnahme riss sich das große Tier los und fiel die Seniorin an. Der erste Biss erfolgte ins Bein. Das Opfer erlitt mehrere Bisswunden. Dann kam noch ein Knöchelbruch hinzu.

Polizei ermittelt wegen unterlassener Hilfe

Die Hundehalterin brachte das Tier zunächst zu sich in das naheliegende Haus. Anschließend ging sie zurück in den Wald und begleitete dann die Verletzte in ihre Wohnung. Es schloss sich für die Angegriffene ein zweiwöchiger Krankenhausaufenthalt an. Jetzt ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung.

Blick in die Beißstatistik

Hunde, die bellen beißen nicht. „Mein Hund beißt nicht, der möchte nur spielen.“ Wer kennt sie nicht, diese beruhigenden Sprüche. Aber wie sieht es wirklich in Deutschland aus? Schauen wir uns einfach mal in die jährliche Beißstatistik des Deutschen Ärzteblatts an. Zwischen geschätzt 30.000 bis 50.000 Bisswunden sind danach jährlich in Deutschland zu bedauern. Eine Meldepflicht hierfür gibt es leider nicht.

bu




--- ANZEIGE ---

Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden