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Jogging-Point

Diese Eier fahren selbst

Smarte Selbstfahrer-Cars cruisen bereits in den USA

Google testet 25 Prototypen von selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen in Kalifornien. Ihr herausragendes äußeres Merkmal: Eine schlichte Eiform. Nichts Neues also.

Google-Elektroauto

Das autonom fahrende Google-Auto hat weder Lenkrad noch Pedale.

Die eigentliche Revolution aber steckt im Inneren. Denn im Kern haben wir es mit einem computer- und radar-gesteuerten Roboter zu tun. Seine Geschwindigkeit ist gegenwärtig noch auf 40 Kilometer pro Stunde begrenzt. Lenkrad, Brems- und Gaspedal sind in den Car-Robots von gestern.

Vor dem Start für den Massenmarkt

Das Ei wird elektrisch angetrieben und ist als Stadtauto konzipiert. In dieser Konfiguration wurde es auch von körperlich bedürftigen Menschen getestet. Entlang einer zukünftigen Zeitschiene für die Weiterentwicklung gibt es unterschiedliche Aussagen. So hatte Google-Mitgründer Sergey Brin als Start für den Massenmarkt in den USA kürzlich 2017 als Ziel angegeben. Die meisten Autofirmen halten das für unrealistisch. Dafür spricht, dass Google selbst auch verbreitet hat, das Projekt befinde sich in einem frühen Entwicklungsstadium und ein serienreifes Fahrzeug sei nicht vor dem Jahr 2029 zu erwarten.

Blickt man zurück, dann ist schon eine Menge erreicht worden. So wurde Ende 2011 ein US-Patent erworben, um den Betrieb von „autonomen“ Fahrzeugen zu gewähren. 2012 erhielt Google in den USA nach mehreren Jahren der Entwicklung die erste Zulassung eines derartigen Mobils für den Test auf öffentlichen Straßen des US-Bundesstaates Nevada.

Keinen der Unfälle verursachte das Google Car

2014 stellte Google sein Roboterauto erstmals einer Gruppe von Journalisten vor, die im Vergleich zwischen menschlichem Fahrer und selbstfahrendem System keinen Unterschied im Fahrverhalten mehr feststellen konnten.

Und wie ist das mit Unfällen? 2015 präsentierte Google eine Unfallbilanz. Google hat nach eigenen Angaben mehr als 20 Fahrzeuge im Einsatz. Diese haben in den vergangenen sechs Jahren über 2,7 Millionen Kilometer zurückgelegt, davon gut 1,5 Millionen Kilometer computergesteuert. Während dieser Zeit sei das Google-Auto in elf Unfälle verwickelt gewesen. Dabei habe es sich um Blechschäden gehandelt. Menschen seien nicht verletzt worden. An keinem der Unfälle sei das selbststeuernde Auto schuld gewesen.

Mobile Zukunft auch für Senioren

Na, wenn das keine Perspektive ist. Als 71-Jähriger freue ich mich über diese Entwicklung. Vielleicht kann ich in späteren Jahren mit so einem smarten Ei gefahrlos durch die City cruisen, baue keinen Unfall und genieße weiter eine gehörige Portion Mobilität.
Dieter Buchholtz


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