- Anzeige -

Ich, Klimaleugner

Ich bin ein so genannter Klimaleugner. Eigentlich leugne ich nicht, sondern ziehe nur in Zweifel und hinterfrage kritisch. Wer das heutzutage beim Thema Klimawandel tut, ist aber ein Umweltsünder oder eben so ein Klimaleugner. Das ist ganz schlimm. Klimaleugner kommt nämlich inzwischen knapp vor oder gleich hinter Holocaust-Leugner. Der gehört mindestens weggesperrt. Na dann wollen wir mal.

Tote Meere
Beständige Katastrophen-Hypes konnten mich noch nie beeindrucken. Es kam immer anders, als hysterisch prognostiziert. Ich (Jahrgang 1954) habe noch eine anständige Schulbildung genossen mit richtigen Grundkenntnissen in Physik, Chemie, Geographie oder auch Geschichte. Ich danke meinen Lehrern sehr dafür. Aber es kommt noch dicker: Ich habe auch eine juristische Ausbildung durchlaufen. Berufskrankheit: Wo sind die Schwachstellen in einer Behauptung? Wo will Dich jemand etwas glauben machen, das vor der Lebenserfahrung und vor allem vor der Faktenlage nicht standhält? Wo will Dich jemand zum willfährigen Nachläufer seiner Ideologie machen? Und am Ende: Welche finanziellen Interessen treiben solche ideologischen Missionare?

Dietrich Kantel

Dietrich Kantel

Mein persönliches Schlüsselerlebnis für Prognosen des Weltuntergangs (die althistorisch überlieferten apokalyptischen Prognosen lassen wir mal außer Acht, die sind bisher ja auch nicht eingetreten) war die Veröffentlichung des ersten Berichtes des „Club of Rome“ 1972 (Die Grenzen des Wachstums). Hieraus nur ein Punkt: Die Weltmeere würden 1984 vollständig „umgekippt“ sein. Alles Leben darin: einfach tot! Und die Folgen für die Menschheit: unabsehbar, aber jedenfalls katastrophal. Ich war damals 16 und dachte: Ach Du …. . Aber woher können die das wissen? Und das passiert alles schon in 14 Jahren? Achduallesgütiger, dasdarfdochnichtwahrsein. Indessen: die Jahre gingen dahin, das aufkeimende Liebesleben schüttete solche Besorgnisse erstmal zu.

Der Wald stirbt
Im Schlepptau der Wahnsinnsnachrichten des Club of Rome kamen in Deutschland die GRÜNEN auf und etablierten sich 1980 als reguläre Partei. Ein völlig ungeordneter Haufen mit Heilsanspruch. Etwa so wie heute Piraten,  AfD oder PEGIDA. Und mit den GRÜNEN kam das Waldsterben. Die Weltmeere waren per 1984 nicht umgekippt. Fisch & Co lebten immer noch. Lachse wandern aus den Weltmeeren inzwischen wieder in Rhein und Nebenflüsse zurück. Dann sollte jetzt eben der Wald sterben. Der Wald! Des Deutschen Traumvermächtnis, Ursprung allen Seins, Strebens und vor allem: düsteren Endens. Ja da waren die vermeintlich progressiven Ökos ganz biedermeierlich. Typisch deutsch: Untergang des Abendlands droht! Nur noch Tristesse in der Zukunft. Die Nibelungen, Wagner, Spengler. Erlösung nicht in Sicht, Untergang des Abendlandes, es sei denn Selbstentleibung oder Opfergang…

Der Wald starb leider auch nicht. Jüngst erst vermeldete der oberste Sprecher der deutschen Waldwirtschaft, Phillip Franz Freiherr zu Guttenberg: Dem deutschen Wald geht es so gut, wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Das ist bemerkenswert. Jammert doch der  Land-/Forstwirt aus Prinzip zwecks Subventionsempfang eigentlich immer. Die Welt amSonntag berichtet aktuell: Soviel Wald wie heute gab es in Deutschland seit 100 Jahren nicht mehr. Seit Jahrzehnten wächst der deutsche Wald durchschnittlich um 100 Hektar – jedes Jahr.

Apokalypse now ?
Dann kam endlich jemand auf die Idee mit der Klimakatastrophe. Nach dem Motto: Es kann doch nicht sein, dass es immer nur gut geht, unsere Untergangsszenarien einfach nicht gehört werden. Jetzt muss dann mal die ganze Welt dran glauben, wenn unsere Paradigmen sonst kein Gehör finden. Diese sagen nämlich: Weltuntergang steht bevor. Drunter geht’s nicht mehr. Und: Der Mensch ist Schuld! Der Mensch! Wow, „der Mensch“ mal wieder. Wenn wir „den Menschen“ nicht hätten, wären wir vermutlich so etliche Probleme los. Sagt die vermutete Mutter Erde, „Gaia“, sagen jedenfalls durch und durch öko-esoterisch bewegte Menschen. Und das sind gute Menschen. Man nennt sie deswegen landläufig inzwischen auch „Gutmenschen“. Bei denen kommt das Geld üblicherweise vom Konto und der Strom aus der Steckdose. Alles andere muss jetzt mal ganz anders gemacht werden – und zwar nachhaltig.

Der Mensch ist schuld
Die – beinahe unabwendbare –  Klimakatastrophe geht ihren staatlich und weltweit mit Milliarden gepamperten Subventionsempfängern zufolge ungefähr so: CO2 ist böse (außer im deutschen Mineralwasser). „Der Mensch“ bringt durch die Verbrennung fossiler Stoffe immer mehr CO2 in die Erdatmosphäre ein.  Der Anteil steigt so stark, dass die globale Erderwärmung rapide zunimmt. Dadurch schmelzen Gletscher, Arktis- und Antarktiseis rapide ab. Der Meeresspiegel steigt. Viele Länder gehen unter, Menschen wissen nicht mehr wohin usw. Der Fingerabdruck des Menschen an diesem Frevel ist offensichtlich / ist nachgewiesen / ist unabweisbar. Wenn das nicht mit einem CO2-Deckel von soundso begrenzt wird, werden wir alle untergehen. CO2 – das Killergas. Methan ist auch noch so ein Killergas. Kommt vor allem aus Kühen. Von denen gibt es auch zu viele. Weil: Wir essen zu viel Fleisch und deswegen haben wir zu viele Kühe. Und wir haben zu viele Menschen. Die gasen auch aus und produzieren auch zu viel Methan… Kühe und Menschen abschaffen? Oder reduzieren? Wie soll denn das gehen? Doch hoffentlich wohl nicht mittels gesetzlicher Abschussquoten?

Das Eis wächst
Der Gag an der ganzen Klimakatastrophe ist: Nichts ist bewiesen, und ein Anstieg der durchschnittlichen – erst seit 1850 mit den unterschiedlichsten, wechselnden Instrumenten gemessenen –   „Welttemperatur“ findet seit 1988 nicht mehr statt. Stillstand. Die Sonne macht Pause. Der Eisschild in der Arktis wächst und hat 2014 das größte gemessene Ausmaß seit 30 Jahren erreicht. Das Antarktiseis wächst ebenso. Haben Sie dazu etwas von den Klima-Alarmisten gehört? Vermutlich nicht. Aber: Viele – auch vermeintliche –  Wissenschaftler und deren Institute profitieren weltweit von Millionensubventionen, die sie nur durch immer schlimmere Szenarien generieren können. Politiker wollen sich nie nachsagen lassen, dass sie die Zeichen einer eventuell bedrohlichen Zukunft nicht erkennen. Zur Beruhigung verteilen sie jede Menge Kohle. „Seht her: wir tun was!“ Eine ganze Klimakatastrophenindustrie ist so entstanden. Mit vielen Profiteuren. Und manche kaufen sich davon Schlösser. Wie der „Solarkönig von Bonn“, Frank Asbeck (SolarWorld, Mitbegründer der GRÜNEN in Nordrhein-Westfalen), während er zwischenzeitlich seine Gläubiger im Insolvenzverfahren finanziell in die Wüste schickte. Derweil mühlen die Windenergieanlagen dank EEG-Umlage Milliarden Euro in die Kassen der subventionierten Investoren. Landschaften werden verschandelt, zigtausende Vögel werden an ihren Rotoren geschreddert. Von den selbsternannten Umweltschutzorganisationen oder den GRÜNEN irgendwas Substantielles dazu gehört? Eher nichts bis wenig. Gewissermaßen Schweigen im Wald. Der ist immer noch nicht gestorben.

Klimaschutz – lächerlich
„Klimaschutz“ ist lächerlich. Klimawandel gab es, seit die Erde eine Atmosphäre trägt. Das ist schon ziemlich lange. Die Aufzeichnung von Wetterdaten geht bestenfalls bis ins Jahr 1850 zurück. Das ist eine Zeit, die noch zur sogenannten „kleinen Eiszeit“ gezählt wird. Klar, dass nach deren Ende die Temperaturen wieder anstiegen – oder ist das unlogisch gedacht ? Von den Temperaturwerten des Klimaoptimums des Mittelalters sind wir noch weit entfernt. Damals lagen die Temperaturen um etwa 2 Grad Celsius höher als heute.  Das alles wird nur nicht mehr gehört in der weltweiten Klimakatastrophensymphonie. Befeuert von Wissenschaftlern, Pseudowissenschaftlern und Politikern. Die einen suchen staatliche Fördermittel für sich, ihr Institut und ihre Forschungsmodelle, die alle so toll computergestützt sind; die anderen suchen nach Wählerpotential und stellen sich als Weltretter dar. Nur: Noch nie konnte eine sichere Prognose – für was auch immer – gestellt werden, wenn man einfach die Daten aus der Vergangenheit für die Zukunft hochrechnet.

Das böse CO2
Der Mensch hat auf den Wandel des Klimas, der eigentlich eine Schwankung von Temperatur und Wetterlagen ist, praktisch keinen Einfluss. Die Themen „Klimawandel“ und „Klimaschutz“ sind ideologisch aufgeheizt. Ein Ausbruch eines Großvulkans, ein Einschlag eines großen Meteoriten und alle Berechnungen und Prognosen sind Makulatur. Speziell das böse CO2:  Die Menschen werden schlichtweg an der Nase herumgeführt. Einfach mal zu den Relationen: Das Gas ist ein ungiftiges und in der Natur notwendiges Gas zur Photosynthese. Luft besteht zu über 78 Prozent aus Stickstoff, zu knapp 21 Prozent aus Sauerstoff und nur zu 0,038 Prozent aus Kohlendioxyd. Von 2632 Luftmolekülen ist nur eins ein CO2-Molekül. Und von 83 CO2-Molekülen entstammt lediglich ein einziges Molekül aus menschgemachten Quellen, beschreibt der Augsburger Meteorologe Klaus Hager die eher einfache Faktenlage. Das soll der berühmte, angeblich eindeutige „Fingerabdruck“ des Menschen im Klimawandel sein?

Die böse Sonne
Die Schwankungen der Sonnenaktivitäten und die langen Zyklen der Schwankung der Erdumlaufbahn um unseren Heimatstern sind auch so eine dumme Sache. Diese Einflussmomente werden aus den Alarmistenkreisen entweder ignoriert oder bestenfalls kleingeredet. Und berechnen lassen sich diese Einflüsse wegen der unvorhersehbaren Aktivitäten auch nicht. Computermodell hin oder her. Ist die Sonnenaktivität hoch, ist der Energiezufluss auf die Erde entsprechend hoch. Die Atmosphäre heizt auf. Dagegen lässt sich einfach nichts machen. Die Erde wackelt um die Sonne. Dagegen lässt sich leider auch nichts machen. Nach der allgemein anerkannten Milankovitch-Theorie summieren sich schwankende Erdumlaufbahn sowie Schwingungen der Erdachse in sich überlagernden Zuständen zwischen 20.000 und 100.000 Jahren in zusätzlichen Veränderungen der Intensität der Sonneneinstrahlung auf die Erde. Und außerdem ist mal die Südhalbkugel der Erde mehr betroffen, mal die Nordhalbkugel. Alles zusammen zu berechnen, geschweige denn für die Zukunft zu prognostizieren, ist bis heute noch niemandem gelungen. Weder den Alarmisten noch deren wissenschaftlichen Protagonisten.

Prima Klima
Es ist halt alles sehr kompliziert. Und nicht so einfach, wie mit dem „eindeutigen Fingerabdruck des Menschen“ Glauben gemacht werden soll, um möglichst viel Geld abkassieren zu können, in einem modernen Ablasshandel gewissermaßen. Die vielfältigen Mängel, die ich meine, schon mit dem gesunden Menschenverstand an der Alarmlage der „Klimaschützer“ mit guten Gründen ausmachen zu können, machen mich also zum Klimaleugner. Und ich fühle mich gut dabei, dass ich hochbezahlten Scharlatanen nicht auf den Leim gehe. Warmzeiten waren in der Geschichte der Menscheit immer gute Zeiten. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern vor allem eins: Immer prima Klima !

Dietrich Kantel

mehr zu dem Thema:

  • 36
    Eigentlich ist er Geologe. Dennoch hat er sein komplettes Berufsleben millionenschweren Immobilien gewidmet. Finanzverwaltung gehörte dazu. Vor seinem 50. Geburtstag drückte die Last der Verantwortung zu schwer. Eine lebensbedrohliche Krankheit war die Folge. Thomas (57) warf Jahr für Jahr mehr beruflichen Ballast über Bord. Familie und Hobbys wurden ihm wichtiger.…
    Tags: dann, so, für, noch, haben, immer, nur, schon, gut, eben
  • 33
    Unter der Rubrik „Schreibwerkstatt“ veröffentlichen wir zukünftig literarische Texte von bekannten und bislang unbekannten Autoren. Die Autorin Elisabeth Sofia Schlief stellt uns eine Leseprobe aus Ihrem Roman "Das mickrige, hässliche Männchen" vor. rantlos wünscht Ihnen viel Spass bei unserer neuen Lektüre
    Tags: so, noch, schon, mal, nur, immer, mich, denn, gut, haben
  • 31
    Nicht so wirklich glücklich sind viele Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Noch so ein Glückstiefpunkt folgt zwischen 40 und 50 Jahren. Den "globalen Gefrierpunkt" - das haben David Blanchflower und Andrew Oswald erforscht - erreichen wir dann mit 46 Jahren. Ich nenne das mal den negativen G-Punkt des Alterns.…
    Tags: jahren, menschen, so, mehr, immer, haben, noch, viele, einfach, diese




--- ANZEIGE ---

Diesen Artkel versenden Diesen Artkel versenden