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Fracking tötet

fracking

Die Vorgehensweise von Fracking

Da ist sie wieder: German Angst. Die gehört, einschlägigen Studien, zufolge zum deutschen Kulturgut. Der Weltuntergang lauert auf uns – allerorten. Katastrophe ist angesagt – jederzeit. Das Volk der Dichter und Denker, hernach das Volk der Erfinder und Ingenieure, aktuell das Volk der staatsfinanzierten Bedenkenträger und satten Zukunftsverweigerer schwelgt in Untergangsängsten. Angst ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber, und bevor die von bestimmten Verbänden, sogenannten „Umweltverbänden“,  zwecks Spendenmaximierung gewollte Totalpanik ausbricht, ist es meist hilfreich, sich erst einmal mit Grundlagen vertraut zu machen. Was ist also dieses „Fracking“?

Die Sache als solche
Das „Hydraulic Fractioning“  kurz „Fracking“ ermöglicht es, Gas- und Ölvorkommen zu fördern, die in Gesteinsschichten gebunden sind. Ein Gemisch aus Wasser (94,5 Prozent), Sand (5 Prozent) und weiterer, bislang meist chemischer Zusätze (0,5 Prozent) wird unter hohem Druck in Gesteinsschichten gepresst. Das Gestein wird dadurch aufgebrochen, das gebundene Öl (respektvie Gas) wird zur Förderung freigesetzt. Der Sand wird beigemischt, um die aufgebrochenen Risse im Gestein offen zu halten. Solches geschieht eigentlich schon seit Jahrzehnten, nicht nur weltweit sondern auch in Deutschland.  Nämlich um alten, ehedem „erschöpften“ Öl-/Gasquellen mit neuen Fördertechniken größere Restmengen abzuringen, diese Quellen mithin ertragreicher zu machen. Wird aber einfach verschwiegen. Unfälle sind nämlich – jedenfalls in Deutschland – bisher nicht eingetreten. Keine Unfälle oder gar „Katastrophen“ bieten aber auch keinen Ansatz, um mit der Angst der Menschen (Spenden-)Geld zu schneiden. Also müssen Untergangsszenarien an die Wand gemalt werden. Dann geht es den Campanieros, die von so etwas leben, schon besser.

Befürchtungen
Umweltschützer fürchten auf Grund des Einsatzes der Chemikalien nun eine Verunreinigung des Grundwassers. Im wahrsten Sinne des Wortes „angefeuert“ wurden diese Besorgnisse dann passenderweise durch Videos, in welchen Flammen – tatsächlich oder vermeintlich, das wurde nie nachgewiesen – irgendwo in Texas oder Alabama aus Wasserhähnen in Wohnküchen schossen. Angeblich, weil Fracking-Gas in das Wasserleitungssystem eingedrungen war.  Besorgnisse dieser Art sollten natürlich nicht gering erachtet werden. Das werden sie aber gerade in Deutschland auch nicht. Hier wird alles doppel, trippel oder endlos geprüft. Das kennen wir doch: Atommüll-Endlager auch nach 30 Jahren Prüfung und zig- Milliardenaufwand nicht in Sicht.

Fracking-Demo

Mehr als 100 Campact- und BUND-Aktive protestierten vor dem Bundesrat gegen ein halbherziges Fracking Gesetz. © campact.de

Grundsätzlich gibt es beim Fracking also zwei Problemfelder zu berücksichtigen: Was geschieht mit den eingesetzten Chemikalien und was passiert mit dem eingesetzen Wasser-Chemikalien-Cocktail.

Fracking ist nicht gleich Fracking
ExxonMobile meldete sich jetzt zu Wort mit dem Hinweis, dass es auf diesem Gebiet technologisch Fortschritt im Sinne bestmöglichen Umweltschutzes gebe. So sei in bestimmten Verfahren bei den Bohrungen die Zahl der chemischen Beimischungen von 150 auf etwa 30 verringert worden. Auch Verfahren ohne Chemikalien, wie zum Beispiel mit Propangas in Gel-Form, würden derzeit getestet.
Verunreinigtes Wasser werde in den USA inzwischen in der Regel in Abwasserschächten entsorgt, zu Kläranlagen transportiert, wenn möglich recycelt und wiederverwendet. Vor allem das Recycling und die Säuberung sollten zukünftig Schwerpunkt der weiteren Entsorgungstechnik sein.
Soweit zum Sachstand. Man könnte mit dem gesunden Menschenverstand auch resümieren: Fracking ist eventuell nicht gleich Fracking.

Das sollte im rohstoffarmen Deutschland nicht Gegenstand umfassender Prüfungen sein, um festzustellen, ob die auch hier vermuteten Gas- und Ölvorkommen genutzt werden können – Umweltverträglichkeit vorausgesetzt? Man denke aktuell nur an unsere Abhängigkeit von russischen Gas- und Öllieferungen. Diese Abhängigkeit sollen wir nicht verringern können, wenn es umweltverträglich durch Fracking geschehen könnte? Warum denn eigentlich nicht?

Die Öko-Lobby
Der Schlüssel liegt im Öko-Lobby-Business. Energiegewinnung aus Fracking könnte die subventionierte sogenannte Energiewende in unserem Land gefährden, mit der viele Player seit Jahren Milliarden verdient haben. Gutgläubige umweltbewußte Hauseigner, Umweltverbände, die mit dem Thema Spenden generieren, die mit unseren Energieentgelten hochsubventionierte Wind- und Fotovoltaikindustrie  Deswegen hat Fracking durch interessierte Campanieros den „Bösestempel“ aufgedrückt bekommen. Nach Herrn und Frau Angst ist Fracking einfach vom Teufel und, damit es auch dramatisch genug klingt, müssen natürlich Todesängste geschürt werden. Verhindern ist oberstes Gebot. Aber nicht nur bei Herrn und Frau Angst,  sondern auch beim Bundesumweltamt.

So hat das Amt angekündigt Fracking grundsätzlich zu verbieten. Begründung: Fracking könnte Risiken bergen. „Könnte“. Natürlich könnte es Risiken bergen. Solche zum allseitigenfracking_risiko_wolke Nutzen zu vermeiden und zugleich erreichen, Deutschland weniger abhängig zu machen von der Energieversorgung aus autoritär regierten, unberechenbaren Ländern wie z.B. Russland aktuell oder auch aus islamisch-diktatorischen Staaten des arabischen Raumes, soll nicht möglich gemacht werden dürfen? Einfach (Forschungs-)Verbot und Schluss und aus? Das scheint in unsere Zeit zu passen, in der Verbote, insbesondere Denkverbote in diesem Land schick geworden zu sein scheinen. Verbieten, nur weil eine bestimmte Technologie Risiken bergen „könnte“?

Auto, Eisenbahn, Feuer – alles tötet
Mit dieser Einstellung des Bundesumweltamtes wäre z.B. das Rad zwar erfunden, aber jedenfalls in Deutschland nie zum Einsatz gekommen. Wie wir wissen: das Rad „könnte“ nicht nur Risiken bergen. Es birgt erhebliche Risiken! Die nehmen wir aber seit Jahrtausenden in Kauf. Millionen Verkehrstote weltweit sprechen Bände. Sollten wir das Rad nicht besser wieder verbieten? Weil: Autos töten! Oder wurde nicht durch erheblichen Forschungsaufwand und dadurch erreichten technologischen Fortschritt erreicht, die mit dem Auto verbundenen Risiken bestmöglich zu minimieren?

Die Eisenbahn: wäre – in Deutschland – unter der Regie eines Bundesumweltamtes nie zugelassen worden. Wir erinnern uns: Sie wurde im 19.Jahrhundert verteufelt, weil damals ernsthaft behauptet wurde, dass ab einer Geschwindigkeit von mehr als 30 km/h die Atemluft aus den Passagierabteilen wahlweise abgesaugt oder herausgepresst werde und die Menschen elendiglich ersticken würden. Offenes Feuer wäre natürlich auch nie erlaubt worden, weil …….

Denkverbote – Fortschrittsverbote
Warum erlauben wir uns eigentlich Denkverbote, ausgesprochen von Menschen oder Institutionen, die offensichtlich von Angst getrieben sind? Änderungen, Fortschritt sind immer mit Risiken verbunden. Stellen wir uns diesen Herausforderungen in Deutschland doch einfach. Oder sind wir einfach alle zu satt?

Fracking tötet
Ach so: Fracking tötet? Aber ja: Fracking tötet! Vor allem nämlich, wenn man sich das Bohrgemisch allabendlich auf der Reihenhausterrasse als Sundowner reinschüttet oder es sich gleich intravenös appliziert.

Guten Morgen Deutschland.

 

Dietrich Kantel

 


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