- Anzeige -
Jogging-Point

Angemerkt

Das ist der Gipfel

2.000 Arbeiter errichten und demontieren in den kommenden Wochen zwei zweistöckige und neun Meter hohe Hallenkomplexen mit 55.000 Quadratmetern Nutzfläche im Park der Rheinaue. 25.000 Teilnehmer aus aller Welt werden erwartet. Bonn – „A small town in Germany“ – bereitet sich für den nächsten Weltklimagipfel. Turnusgemäß müsste die Pazifikrepublik Fidschi die Konferenz ausrichten. Doch das kann dieser Staat (knapp 900.000 Einwohner) gar nicht. Ein anderes Land wollte für Fidschi nicht einspringen. Da musste Bonn als Sitz des UN-Klimarates erneut für diese Mammutkonferenz herhalten.


Wahlen, Wünsche, Wirklichkeiten

Die Wahl zum neuen Bundestag steht vor der Tür. Dem Beobachter bieten sich im Wesentlichen zwei „Wirklichkeiten“: Jene in den digitalen Medien, die von Weltuntergangsstimmung und Politiker-Mobbing geprägt ist. Und die andere, die von einem hohen Grad an Zufriedenheit in der deutschen Öffentlichkeit kündet. Wir sind überzeugt, dass – ungeachtet aller nicht zu übersehenden Probleme im Land – die zweite Gruppe weitaus näher an der Realität ist.


Senioren sind starke Wähler

Die kommende Bundestagswahl wirft ihre langen und teilweise schon lähmenden Schatten voraus. Viele glauben, dass die Wahl bereits entschieden ist. Vielleicht ein großer Fehler. Denn knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ist noch unentschlossen. Und: Die Ab-60-Jährigen sind erstmals die größte Wählergruppe. Und weiter: Sie sind Spitzenreiter in der Wahlbeteiligung. Und noch weiter: Machen sie politisch was daraus? Sind sie sich – auch im eigenen Interesse – ihrer Mächtigkeit überhaupt bewusst?


Kampf statt Krampf, bitte

Da hängen sie nun wieder in den Städten und Dörfern zwischen Rhein und Oder, Küste und Bodensee zu Tausenden und Abertausenden an den Masten und Baumstämmen und lächeln uns an – die prominenten ebenso wie die häufig genug unbekannten Bewerber der politischen Parteien für den nächsten Bundestag. Viele Millionen Euro werden auch dieses Mal wieder für diese Wahrwerbung ausgegeben, die im Zeitalter der Digitalisierung fast schon museal, auf jeden Fall jedoch altbacken, erscheint. Stattdessen sollten wir – die Wähler – die Politiker doch darauf verpflichten, Antworten anzubieten auf die Fragen, die den Menschen auf den Nägeln brennen. Auch wenn sie unbequem sind – Flüchtlingsproblematik, innere und äußere Sicherheit einschließlich der damit verbundenen Kosten, Sozial- und Rentenpolitik…


Von Kartell zu Kartell

Wir stecken mittendrin im Dieselgate. Das Vertrauen der Bürger in Politik, Parteien und Wirtschaft schmilzt weiter. Vor der Bundestagswahl stellt sich auch die Frage, wie sich die Parteien zum Thema Rente aufstellen. Misstrauisch beobachten wir politisches Schweigen aus Angst. Angst davor, dem Wähler die Wahrheit zu sagen. Wir können nicht immer mehr Steuergelder als Wahlgeschenke rausschleudern. Wir brauchen ein Kartell der Renten-Vernunft.


Ende der Denk-Lemminge?

Unkontrollierte Flüchtlingsströme, Terroranschläge und zunehmende Gewalttaten auch von Zugewanderten, Angst um die Sozialsysteme, AfD und Pegida – die deutsche Gesellschft ist tief in Lager gespalten. Und doch gibt es Anzeichen, dass der Denkbeton Risse bekommen hat.


Parteiengesetz: Die Gelddruckmaschine

Wahltag ist Zahltag? Die politischen Parteien in Deutschland erhalten dann Wahlkampfkosten erstattet? Könnte man meinen. Drei Landtagswahlen liegen hinter und die Bundestagswahl kurz vor uns. Süßer die Parteikassen nie klingen als 2017? Von wegen. Eigentlich ist für die politischen Parteien in Deutschland immer Zahltag. Parteiengesetz sei Dank. Und das seit nunmehr 50 Jahren. Da nahm die staatliche Vollfinanzierung der Parteien ihren Anfang. Seit dem gibt es nur eine Richtung: aufwärts.


Zwischen Malle und Mond

Millionen Bundesbürger machen im Jahr wenigstens eine Woche Urlaub als Tourist. Aber 20 Prozent können sich das nicht leisten. Also ganz schlecht für eine pauschal wohlhabende Gesellschaft!? Immerhin konnten sich vor gut zehn Jahren 34,7 Prozent einen solchen Urlaub nicht leisten. Also sind 20 Prozent doch eher gut!? Anmerkungen zu gefühlter und statistischer Wirklichkeit.


Trauerspiel der Demokraten

Ja, gibt es denn so etwas? Statt dass zumindest die demokratischen Parteien nach den Hamburger Gewaltexzessen schwarz-vermummter Straßen-Terroristen zusammen stehen, beginnt gleich wieder das traditionelle, erbärmliche Spiel gegenseitiger Schuldzuweisungen. Lassen wir die mehrfach umgetaufte, einstige DDR-Staats- und Diktaturpartei „Die Linke“ einmal beiseite, so haben erstaunlicherweise nicht unbeträchtliche Teile der SPD und auch der „Grünen“ ihre Schwierigkeiten, die Vandalen als „Linksradikale“ zu titulieren. Dabei kann doch überhaupt kein Zweifel daran bestehen, dass zwischen den Gewalttätern von den äußersten linken und extremen rechten Rändern in ihrem Vorgehen und der zerstörerischen Zielsetzung keinerlei Unterschied besteht. Denn schließlich: „Les extrèmes so touchent“ – die Extreme ziehen sich an und berühren sich.


Wahn und Wirklichkeit

Es war zum Teil abenteuerlich, was bei facebook und anderen „sozialen“Medien im Zusammenhang mit dem Tod von Helmut Kohl über die angebliche „Unausweichlichkeit“ der deutschen Wiedervereinigung verbreitet wurde. Bis hin zu der These, der damalige Kanzler habe den Sowjets die DDR einfach „abgekauft“. Dabei liegen diese, wahrhaftig geschichtlichen, Ereignisse nicht einmal 30 Jahre zurück. Wie aber wollen Menschen die Gegenwart bewältigen und die Zukunft gestalten, wenn sie nicht einmal die jüngere Vergangenheit kennen?