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Angemerkt

Wieder entdeckt: Heimat

Ein alter, lang als „altmodisch“ mit Acht und Bann belegter, Begriff ist mit einem Male wieder „in“: „Heimat“. Ob Bundespräsident oder grüne Führungsleute – sie bekennen sich nicht nur dazu, sondern legen ihn den Bürgern geradezu ans Herz. Neu gewonnene Erkenntnis? Oder vor allem Furcht davor, dass sich die politischen Rechtsaußen der Gefühle bemächtigen könnten? Denn: „Heimat“ bedeutet mehr als einfach nur „Daheim“.


EU zwischen Dafür und Dagegen

Droht die große Vision eines friedlichen Europas im Klein-Klein nationaler Engstirnigkeiten, kaum mehr steuerbaren Überschuldungen und in der Anonymität eines vielleicht zu großen Entwurfes zu zerbröseln? In der Millionen- und EU-Hauptstadt Brüssel lässt sich in einem urbanen Mikrokosmos hautnah erleben, wie vielfältig, wie gegensätzlich, wie erfrischend, wie lebendig, aber auch wie problematisch das Zusammenleben so verschiedenartiger Menschen sein kann. 


Schlappe 117 Millionen

Die Reformationsfeiern sind vorbei. Jetzt kommt Klima. Nämlich COP 23, die Weltklimakonferenz in Bonn. Eigentlich war Fidschi an der Reihe. Die Fidschiinseln liegen jedoch zum Teil nur 50 Zentimeter über dem Meeresspiegel. Angesichts der Masse von 25.000 erwarteten Klimapilgern plus Reisegepäck plus Flugzeuge, sagte Fidschi schnell „Klima, nein Danke – wir sinken“. Außerdem haben wir weder Kohle noch Moos. Es gilt: Ohne Moos nix los. Deutschland hat viel Kohle und viel Moos. Da lassen wir uns doch wohl nicht lumpen?


Auf in den Kampf!

Nie hatte Deutschland ein so großes Parlament wie heute. Gemessen an der Bevölkerungsgröße bedeuten die 709 Bundestagssitze absolute Führung in der Welt. Nur die chinesische Volksvertretung ist mit 3000 Sitzen noch umfangreicher. Aber China ist 18 mal bevölkerungsreicher als Deutschland. Lässt sich dieser politische Zuwachs-Unsinn auf XXL-Größe wohl jemals wieder umkehren?


Deutschland zwischen Ruck und Rissen

Neue Mauern durchziehen unser Land. Die einstige Berliner Mauer verblasst weiter hinter den Schleiern der Geschichte. Als eine offensichtlich politisch eher vergessliche Bürgerschaft leisten wir uns neuerdings eine wachsende Zerrissenheit in unserer Gesellschaft. Überfordern wir vielleicht unsere als stabil geglaubte und für höchst tragfähig gehaltene Demokratie? Sehen wir nicht die Warnmarken? Selbst Bundespräsidenten haben sie gesetzt. Haben wir das verinnerlicht? Hören wir denn überhaupt noch hin?


Der böse, böse Diesel

Der deutsche Öko-Mainstream hat ein neues Feindbild: den Diesel. Obwohl, neu ist das Feindbild nicht wirklich. Denn gemeint ist das Auto schlechthin. Und das ist Feindbild Nummer Zwei, seit die GRÜNEN sich erfunden haben. Nummer Eins war Atomkraft. Die ist, Merkel eingedenk, praktisch aber abgeschafft. Es gilt: Auto schlecht, Fahrrad gut. ÖPNV gut, Individualverkehr schlecht. Zu Fuß ist top. ÖPNV steht übrigens für „Öffentlicher Personen Nahverkehr“. Das ist da, wo man sich dreimal im Jahr den grippalen Infekt holt oder nachts auf die Fresse kriegt. Doch dieser Diesel. Der ist ganz schlimm. Weil: Stickoxyd !


Tornado wegen „Jamaika“?

Die Wahl zum 17. Bundestag hat im deutschen Parteiengefüge ein regelrechtes Erdbeben mit anschließender Schockstarre ausgelöst. Haben sich die Deutschen (wieder einmal) auf den Weg in eine andere Republik gemacht? Was machen Hass und grenzenlose Schmähungen mit unserer Gesellschaft?


Das ist der Gipfel

2.000 Arbeiter errichten und demontieren in den kommenden Wochen zwei zweistöckige und neun Meter hohe Hallenkomplexen mit 55.000 Quadratmetern Nutzfläche im Park der Rheinaue. 25.000 Teilnehmer aus aller Welt werden erwartet. Bonn – „A small town in Germany“ – bereitet sich für den nächsten Weltklimagipfel. Turnusgemäß müsste die Pazifikrepublik Fidschi die Konferenz ausrichten. Doch das kann dieser Staat (knapp 900.000 Einwohner) gar nicht. Ein anderes Land wollte für Fidschi nicht einspringen. Da musste Bonn als Sitz des UN-Klimarates erneut für diese Mammutkonferenz herhalten.


Wahlen, Wünsche, Wirklichkeiten

Die Wahl zum neuen Bundestag steht vor der Tür. Dem Beobachter bieten sich im Wesentlichen zwei „Wirklichkeiten“: Jene in den digitalen Medien, die von Weltuntergangsstimmung und Politiker-Mobbing geprägt ist. Und die andere, die von einem hohen Grad an Zufriedenheit in der deutschen Öffentlichkeit kündet. Wir sind überzeugt, dass – ungeachtet aller nicht zu übersehenden Probleme im Land – die zweite Gruppe weitaus näher an der Realität ist.


Senioren sind starke Wähler

Die kommende Bundestagswahl wirft ihre langen und teilweise schon lähmenden Schatten voraus. Viele glauben, dass die Wahl bereits entschieden ist. Vielleicht ein großer Fehler. Denn knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ist noch unentschlossen. Und: Die Ab-60-Jährigen sind erstmals die größte Wählergruppe. Und weiter: Sie sind Spitzenreiter in der Wahlbeteiligung. Und noch weiter: Machen sie politisch was daraus? Sind sie sich – auch im eigenen Interesse – ihrer Mächtigkeit überhaupt bewusst?